Strücklingen/Ostrhauderfehn - Die „kleine“ Raiffeisenbank Strücklingen-Idafehn eG weiterhin eigenständig in die Zukunft führen zu wollen, betonten Vorstand und Aufsichtsrat der Bank bei der Generalversammlung im Vereins- und Gemeindezentrum Ostrhauderfehn. „Die Bank ist solide aufgestellt“, blickte Bankvorstand Ralf Lüken für 2023 und die nachfolgenden Jahre optimistisch in die Zukunft. Bei einer bankenüblich geringeren Kreditnachfrage – aufgrund der stark gestiegenen Zinsen – geht die Bank von stabilen Kundeneinlagen und steigenden Erträgen aus.
Zu dieser Strategie passen die Investitionen in die Standorte der Bank: Der Neubau der Filiale Rhaudermoor ist im vergangenen Jahr bezogen worden. In Idafehn wurde in eine Photovoltaik-Anlage und Wallboxen für die Mitarbeiter investiert. Für den Standort Strücklingen laufen die ersten Planungen für den Umbau der Filiale im Jahr 2024.
„Gutes Ergebnis“
„Es macht stolz, die Herausforderungen des Jahres 2022 und deren Folgen – Ukraine-Krieg, Inflation und Zinssteigerungen – mit unserer Mannschaft so erfolgreich gemeistert zu haben“, betonte Vorstand Stefan Nowak in seinem Bericht zur Generalversammlung „Auch der Prüfungsverband bescheinigt uns ein gutes Ergebnis.“
Bankvorstand Lüken erläuterte die positive Entwicklung der Bank anhand von Zahlen aus dem Jahresabschluss. „Wir haben unsere Planwerte teilweise deutlich übertroffen“, unterstrich er. Das Wachstum wurde erneut getragen durch das Baufinanzierungsgeschäft. Die wichtigsten Kennzahlen im Überblick: Die Bilanzsumme erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 4,3 Prozent auf fast 203 Millionen Euro. Bei den bilanziellen Kundenforderungen verzeichnete die Bank ein Wachstum von 13 Millionen Euro beziehungsweise 11,2 Prozent auf 127 Millionen Euro. Die bilanziellen Einlagen der Kunden stiegen um 5 Millionen Euro beziehungsweise 3,3 Prozent auf 163 Millionen Euro.
Eigenkapital erhöht
„Aus dem guten Betriebsergebnis konnte das Eigenkapital trotz der durch den starken Zinsanstieg verursachten Abschreibungen auf Wertpapiere aufgestockt werden“, berichtete Lüken. Der ausgewiesene Bilanzgewinn für 2022 beträgt 108.000 Euro. Davon werden rund 59.000 Euro an die 4614 Mitglieder ausgeschüttet. Das entspricht einer Dividende von 3,25 Prozent.
Aus dem Aufsichtsrat schieden Heidi Kremer und Jörg Meiners turnusgemäß aus und wurden einstimmig wiedergewählt. Zudem wird Günter Niet zu Ende September aus dem Vorstand ausscheiden, der dann aus dem Duo Nowak und Lüken stehen wird. Zudem gab es Ehrungen: Auf 50 Jahre Mitgliedschaft konnten insgesamt 35 Jubilare zurückblicken. 17 von Ihnen waren an diesem Abend zur persönlichen Ehrung anwesend.
