Ramsloh - Es war in der Nacht vom 11. auf den 12. Februar 2020 als um 3 Uhr ein lauter Knall die Ortsmitte von Ramsloh erschütterte. Bankräuber hatten einen Geldautomaten in der Filiale der Raiffeisenbank Scharrel gesprengt und Bargeld erbeutet. Es gab keine Verletzten, jedoch waren der Eingangsbereich und weitere Teile des Gebäudes schwer beschädigt worden.
Die Raiffeisenbank Scharrel hatte im Juli entschieden, das Gebäude an der Hauptstraße abzureißen und ein neues zu errichten. Bis zu dessen Fertigstellung – voraussichtlich Mitte 2022 – hat das Geldinstitut Räumlichkeiten an der Ecke Hauptstraße/Veilchenstraße in Ramsloh bezogen.
Die Ermittlungen der Polizei dauern derweil an. „Es gibt aktuell umfangreiche Ermittlungen hinsichtlich der Analyse und Auswertung von Geldautomatensprengungen. Dabei spielt auch der Fall in Ramsloh eine Rolle“, teilt Marco Ellermann, Pressesprecher der Polizeidirektion Osnabrück mit. Die Behörde hatte die Ermittlungen übernommen, da es an der Grenze zu den Niederlanden mehrere Geldautomatensprengungen gegeben hatte und die Polizei von einer grenzübergreifenden Bande ausgeht. Die Ermittlungsgruppe steht daher auch im engen Kontakt mit Sicherheitsbehörden in den Niederlanden, dem Bundeskriminalamt und Europol. Es seien in den vergangenen Monaten auch mehrere Personen im Zusammenhang mit Geldautomatensprengungen verhaftet und verurteilt worden, berichtet Ellermann. Ein Bezug zum Fall in Ramsloh gibt es bisher aber nicht.
