Ramsloh - Die erschütternden Nachrichten und Bilder aus den Hochwassergebieten in Westdeutschland hatten im Juli auch viele an der Haupt- und Realschule (HRS) Saterland betroffen gemacht. Die Lehrer Sven Hannstein und Johann Wallenstein hatten daher noch kurz vor den Ferien eine Spendenaktion ins Leben gerufen, um schnelle Hilfe zu leisten. Die Schülerinnen und Schüler der HRS zögerten nicht lange und sagten ihre Unterstützung zu. Innerhalb kürzester Zeit sammelten sie in ihrem Umfeld sowie bei Privatpersonen und Firmen im Saterland insgesamt 21 000 Euro. Diese Summe leitete die Schule dann an das Bündnis „Aktion Deutschland Hilft“ weiter.
Urkunde überreicht
Dort war man so begeistert von der Hilfsbereitschaft der Saterländer Schüler, dass am Montag ein Vertreter des Bündnisses nach Ramsloh kam, um sich persönlich zu bedanken. „Es ist eine wirklich außergewöhnliche Leistung in so kurzer Zeit und mit so viel Ehrgeiz und Herzblut die enorme Summe an Spendengeldern zusammenzutragen. Außergewöhnlicher Leistung gebührt die größte Anerkennung, die ich euch hier und heute in Namen der Kollegen und vor allem im Namen der Opfer entgegenbringen möchte“, sagte Joachim Graf von Arnim vor Klassenvertretern in corona-konformer Runde. Er ist ehrenamtlicher Mitarbeiter bei „Aktion Deutschland Hilft“. Nach einer ersten Phase, bei der die Rettung und Suche von Menschen im Mittelpunkt stand, gehe es nun darum, Betroffenen kurz- und mittelfristig zu helfen. Beispielsweise werde die Anschaffung von Bautrocknern, Hochdruckreinigern oder der Wiederaufbau von Schulen mit den Spendengeldern unterstützt, zu denen auch der Beitrag aus dem Saterland zählt.
Appell an Schüler
„Ihr wart besonders fleißig und habt etwas Besonderes geleistet“, sagte auch HRS-Schulleiterin Astrid Fedorowicz. Auch Hannstein und Wallenstein sind sehr stolz auf die Einsatzbereitschaft der Schüler, die innerhalb kürzester Zeit geholfen hätten.
Als Dank und Anerkennung für den Einsatz überreichte Graf von Arnim den Schülerinnen und Schülern der HRS eine Urkunde.
Zudem appellierte der ehrenamtliche Mitarbeiter des Bündnisses an ihre Empathie und Solidarität, auch in Zukunft Menschen in Not zu helfen. Denn mit Blick auf den Klimawandel und die damit verbundene Erderwärmung werde es wohl noch zu weiteren Katastrophen kommen.
