Ramsloh - Angefangen hatte alles 1873 in Wuppertal. Johann Peter Waskönig gründete eine kleine Firma und stellte gemeinsam mit zwei Mitarbeitern dünne Drähte für Hüte her. Der Startschuss für eine wirtschaftliche Erfolgsgeschichte war gefallen. Heute, 148 Jahre später, ist das Familienunternehmen Waskönig+Walter in Ramsloh einer der führenden Hersteller von Energieleitungen und Kabeln in Europa und ist mit 550 Mitarbeitern und mehr als 40 Auszubildenden ein wichtiger Arbeitgeber und Ausbildungsbetrieb.
Meilenstein der Historie
Ein wesentlicher Meilenstein der Firmenhistorie war der Umzug der Produktionsstätte von Wuppertal nach Ramsloh. Das ist auf den Tag genau 50 Jahre her. 1971 wurde das Kabelwerk an der Ostermoorstraße feierlich eingeweiht. Den Standortwechsel vorangetrieben hatte Dr. h.c. Peter Waskönig, der das Unternehmen in vierter Generation leitete.
Der Umzug hatte sich im Laufe der 1960er-Jahre schon angedeutet. 1964 wurden Teile der Produktion bereits ins Saterland ausgelagert. Produziert wurde zunächst in einer ehemaligen Gaststätte. Als es immer schwieriger wurde, in Wuppertal Mitarbeiter zu finden, wurde der Entschluss gefasst, das Werk komplett ins Saterland zu verlagern.
1969 wurde auf der „grünen Wiese“ am heutigen Standort eine 20 000 Quadratmeter große Produktionshalle in Betrieb genommen. 120 Mitarbeiter wurden im Saterland angeworben und über zwei Jahre jede Woche mit Bussen nach Wuppertal gefahren, um dort die Herstellung von Kabeln und das Bedienen der Maschinen zu erlernen. Schrittweise wurden die Maschinen dann von Wuppertal ins Saterland umgezogen und die Produktion verlagert.
1971 war der Standortwechsel mit der Einweihungsfeier offiziell abgeschlossen. Die nächsten fünf Jahrzehnte entwickelte sich Waskönig+Walter rasant weiter, vergrößerte stetig die Produktionsstätte und stellt heute Produkte bis zum Hochspannungskabel her.
Glücksfall für den Ort
Für den kleinen Ort Ramsloh war und ist Waskönig+Walter ein Glücksgriff, nicht nur als Arbeitgeber und Gewerbesteuerzahler. Peter und Ehefrau Doris Waskönig übernahmen auch gesellschaftliche Verantwortung im Ort und der ganzen Region. Der 2017 verstorbene Unternehmer gründetet zum Beispiel den Tennisverein Saterland und war viele Jahre Präsident der Oldenburgischen IHK.
Im Jahr 2021 wird das Familienunternehmen von dem Trio Jörg Waskönig, Michael Fries und Stefan Nestler geführt. Gemeinsam mit den Mitarbeitern will man mit kleinen Feierlichkeiten an den Umzug vor 50 Jahren erinnern.
