Barßel - Nach vielen Diskussionen und Streitigkeiten, jahrelangen Planungen und einem Bürgerbegehren gegen den Neubau des Rathauses in Barßel fand nun am Nikolaustag die Grundsteinlegung für das neue Verwaltungsgebäude statt. Daran teil nahmen am Dienstagnachmittag auch Mitglieder des Bauausschusses, der Architekt Christian Bär sowie der Bauleiter der Firma Bochers aus Augustfehn Julian Hoft. Neben Bauplänen und Tageszeitungen fanden auch Euromünzen, eine Liste der Projektbeteiligten sowie zwei Gegenstände, die wie keine anderen für die aktuelle Zeit stehen, ein Corona-Test und eine Maske, in einer Rohrhülse Platz und wurden von Barßels Bürgermeister Nils Anhuth (parteilos) zwischen dem späteren ersten und zweiten Bürotrakt eingemauert. „Das hätte ich mir auch nicht träumen lassen, dass wir heute einen Corona-Test in das neue Rathaus einmauern“, sagte Anhuth.
„Besonderer Tag“
Heute sei ein ganz besonderer Tag, nicht nur, weil St. Nikolaus ist, sondern weil endlich der Grundstein für das neue Rathaus gelegt werde, so Barßels Bürgermeister, der auch an den Werdegang von den ersten Planungen vor zehn Jahren, über den Spatenstich im Juni dieses Jahres bis hin zum heutigen Stand der Arbeiten erinnerte. Sein Dank galt der Politik, die diesen Bau erst ermöglicht habe, sowie allen bislang am Bau Beteiligten. „Ich freue mich, dass die Arbeiten im Zeitplan verlaufen.
Das Mauerwerk wird derzeit errichtet. Letzte Woche wurden die Rohre für die technische Gebäudeausrüstung geliefert und eingebaut“, berichtete Anhuth. Dies bedeutet, dass die Pumpen für die Grundwasserabsenkung abgeschaltet werden können.
„Das neue Rathaus wird ein moderner Anlaufpunkt für die Bürgerinnen und Bürger sein und mit seiner Aufzugsanlage und barrierefreien Gestaltung für jedermann offen stehen“, so der Bürgermeister. Zudem könnten sich die Mitarbeiter auf gute Arbeitsbedingungen freuen. Die Inbetriebnahme des ersten Bauabschnitts ist für Ende November 2023 geplant.
„Nach Umzug der Verwaltung – voraussichtlich im Dezember 2023 – erfolgt der Abriss des bestehenden Rathauses“, so Anhuth weiter. Danach sollen die Arbeiten für den zweiten Bauabschnitt, dem Bürgerhaus beginnen. Das Bürgerhaus soll dort entstehen, wo jetzt noch das alte Rathaus steht. „Der zweite Bauabschnitt wird voraussichtlich im Frühjahr 2025 fertiggestellt“, sagte der Bürgermeister.
Kosten von 15 Mio. Euro
Nach neuesten Berechnungen betragen die Baukosten für Rathaus und Bürgerhaus rund 15 Millionen Euro. Zur Finanzierung erhält die Gemeinde rund 3,5 Millionen Euro an Zuschüssen, sodass letztlich 11,5 Millionen aus dem Gemeindesäckel kommen. Zur Nutzung des Bürgerhauses habe die Gemeinde aktuell eine Abfrage bei Vereinen und Institutionen gehalten. Zahlreiche Anfragen seien bereits eingegangen, die später das Bürgerhaus nutzen möchten, so Anhuth.
