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NWZonline.de Region Cloppenburg

„tatort“ Im Landkreis Cloppenburg: Menschen der Region als Hinterwäldler dargestellt

09.12.2014

Cloppenburg 10,19 Millionen Zuschauer haben am Sonntag den „Tatort“ mit dem Titel „Der sanfte Tod“ im Fernsehen verfolgt. Kommissarin Charlotte Lindholm (Maria Furtwängler) ermittelte im Fleischmafia-Milieu des Landkreises Cloppenburg, während Regisseur und Drehbuchautor Alexander Adolph die Gelegenheit nutzte, die Menschen in der Region als eine Ansammlung von Hinterwäldlern darzustellen.

Vor allem die Polizei kam schlecht weg. Die örtliche Kommissarin Bär (Bibiana Beglau) ist eine unsichere Person in Karotten-Hochwasserhosen mit Watschelgang und einem mindestens 25 Jahre alten Renault 5 als Dienstwagen. Die Beamten in Uniform fahren derweil mit Martinshorn vor, um einen Einbrecher auf frischer Tat zu ertappen, und schleppen Präsentkörbe, die vom verdächtigen Fleisch-Mogul Jan-Peter Landmann (Heino Ferch) gespendet wurden, freudestrahlend auf die Dienststelle. Und dort lassen sie sich auch noch wie dumme Schuljungs in die Karten schauen.

„Die Fernsehzuschauer wollen die Kollegen paddelig dargestellt sehen“, erklärte der stellvertretende Leiter der PI Cloppenburg/Vechta, Polizeidirektor Walter Sieveke. Der „Tatort“ sei Unterhaltung, die mit der Realität nichts zu tun habe. So reise beispielsweise keine einzelne Ermittlerin vom Landeskriminalamt aus Hannover an. Er – so Sieveke – habe es sich abgewöhnt, sich über solche Darstellungen von Polizeiarbeit aufzuregen. Gleichwohl sei der Bogen diesmal „schon sehr strapaziert“ worden.

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Mal davon abgesehen, dass ein Großteil in der Nordheide und gar nicht in der Region Cloppenburg gedreht worden ist, werden einmal mehr die typischen klischeehaften Bilder gezeigt: Unendliche Maisfelder, Biogasanlagen, riesige Ställe und heruntergekommene Unterkünfte für Werksvertragsarbeiter. Die hierzulande ebenso reichlich vorhandenen schönen Ecken werden dagegen ausgeblendet.

Die gezeigten Bilder – so Landrat Johann Wimberg (CDU) – hätten mit der Realität nichts zu tun. Diese seien der künstlerischen Freiheit des Regisseurs zuzuordnen. Man solle diesen „Tatort“ nicht überbewerten, schließlich sei er Unterhaltung und keine Dokumentation.

Zur Gelassenheit riet auch der Vorsitzende des Agrar- und Ernährungsforums, Niedersachsens Ex-Landwirtschaftsminister Uwe Bartels. Der „Tatort“ suche sich häufig eine bestimmte Berufsgruppe heraus, nach Ärzten, Juristen, etc. sei nun eben die Fleischbranche dran gewesen. Der Krimi sei ein „mittelmäßiger Film“ gewesen, der die Probleme angerissen, aber nicht vertiefend behandelt habe.

Nicht einmal mittelmäßig, sondern hanebüchen fand Rudi Hockmann den „Tatort“. Der in Bramsche wohnende Geschäftsführer des Verbunds Oldenburger Münsterland vermisste einen Spannungsaufbau und eine nachvollziehbare Handlung. „Ungefähr zur Hälfte hat mich mein 18-jähriger Sohn gefragt, ob das eine Rosamunde-Pilcher-Verfilmung sei.“

„Langweilig“, „Bin eingeschlafen“, „Die Furtwängler hat überhaupt kein schauspielerisches Talent“: So oder so ähnlich lauteten die Kommentare hiesiger User im sozialen Netzwerk „Facebook“. Allerdings gab es auch einige Kommentatoren, die sich angesichts der dargestellten Verhältnisse in der Fleischbranche erschrocken zeigten.

Carsten Mensing Cloppenburg / Redaktion Münsterland
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