Scharrel - Die Planungen hatten mehr als drei Jahre gedauert, nun hat das „Landidyll Saterland“ erste Formen angenommen. Vor vier Jahren hatten Dirk Behrends und Jessica Manser einen Resthof in Scharrel gekauft, mit dem Ziel auf dem Areal zwischen Hauptstraße und Wilhelm-Gerhard-Straße einen Erholungsort rund um Pony und Pferd insbesondere für Familien entstehen zu lassen.
Neue Gebäude
Nachdem die Gemeinde Saterland für den geänderten Bebauungsplan und der Landkreis Cloppenburg für den Bauantrag grünes Licht gegeben hatten, konnten im vergangenen Jahr endlich die Bauarbeiten beginnen. Zunächst wurden die alten Stallungen auf dem gut zwei Hektar großen Gelände abgerissen. Im Anschluss entstanden eine 20 mal 40 Meter große Reithalle, ein 30 mal 60 Meter großer Außenreitplatz und ein Reitstall mit 18 Boxen, in denen neben eigenen Schul- und Verkaufspferden auch Pferde zur Ausbildung Platz finden. „
Wir sind aber kein typischer Pensionsstall“, sagt Dirk Behrends. In der großen Reithalle ist auch noch ein Café in Arbeit, das im Innenbereich und auf einer Terrasse Platz für rund 130 Personen bieten soll.
Von Jung bis Alt
Nach der Fertigstellung der neuen Gebäude konnte Anfang Februar schließlich die Reitschule eröffnet werden. „Wir bieten Reitunterricht für Jung und Alt an“, berichten Behrends und Manser. 50 Reitschüler habe diese bereits. Die Jüngsten seien vier Jahre alt und die Älteste 60. „Nach oben hin gibt es keine Grenzen.“ Gerade im Erwachsenenbereich werde die Nachfrage nach Reitunterricht immer größer. Neben Wiedereinsteigern seien auch viele Neulinge, wie beispielsweise Mütter dabei, die zusammen mit ihren Kindern das Reiten lernen wollen, berichten beide. „Unser Anspruch ist es zudem, dass sich die Kinder entwickeln sollen und nicht einfach beschäftigt werden. Wir geben qualifizierten Reitunterricht.“ Jessica Manser besitzt neben einer Trainer C- und B-Lizenz auch einen Trainerschein für Reiten als Gesundheitssport, das ebenfalls angeboten wird. Es halte mental fit und sei ein Ausgleich zum stressigen Alltag, erklärt Manser.
Die neue 20 mal 40 Meter große Reithalle. Foto: Renke Hemken-Wulf
Neben der Reitschule betreiben Behrends und Manser seit Sommer ein Hofcafé auf dem Areal – was sehr gut angenommen werde: „Jede Woche kommen mehr Gäste. Es war eine gute Entscheidung und macht richtig Spaß.“ Bei der Auswahl an selbst gebackenen Kuchen und Getränken würden sie Wert auf Regionalität und Nachhaltigkeit legen. „Der Renner ist unsere selbst gebackene Saterländer Apfeltorte“, sagt Behrends zufrieden. Bei gutem Wetter ist das Hofcafé sonntags von 14 bis 18 Uhr geöffnet.
Größere Märkte
Neben dem Café in der Reithalle planen Behrends und Manser auch regelmäßige Veranstaltungen. So soll es viermal im Jahr größere Märkte auf dem Gelände geben – vielleicht schon im Dezember einen ersten Weihnachtsmarkt. Bereits erfolgreich sei ein Sommercamp für Reitschüler im Sommer gewesen. Diese hatten auf dem Gelände gezeltet. Das Sommercamp soll es im nächsten Jahr wieder geben. „Außerdem arbeiten wir derzeit mit einem Spielehersteller an einem Maskottchen für das Landidyll“, erzählen beide. Der Erlös des Maskottchen-Verkaufs solle in Zukunft an soziale Zwecke für Kinder gespendet werden.
Wer sich für die Reitschule anmelden will oder schon eine Namensidee für das Maskottchen hat, kann sich gerne per E-Mail an info@landidyll-saterland.de melden.
