„Wir Jäger gehen bei jedem Wetter raus“, sagte der Leiter des Hegering Strücklingen, Gerold Janßen, der den Erlebnistag im Klosterbusch für 30 Kinder im Rahmen der Ferienpassaktion gemeinsam mit weiteren Jagdkollegen mitorganisiert hat, zu Beginn. Die Kinder saßen mit den Jägern im Kreis und lauschten fasziniert den Jagdhornbläsern, die die Jagdsignale „Sammeln“ und „Begrüßung“ ertönen ließen. Die Mädchen und Jungen lernten, dass die Signale fester Bestandteil des jagdlichen Brauchtums sind und sich die Jäger auf diese Weise auch über größere Distanzen während der Jagd verständigen.
Janßen hatte auch die „rollende Waldschule“ der Kreisjägerschaft besorgt. Dort schauten sich die Kinder die umfangreiche Sammlung präparierter Wildtiere, wie sie in unseren heimischen Wäldern vorkommen, an. Sie durften die Tiere auch genauer unter die Lupe nehmen und streicheln. „Wir wollen die Kinder an die Natur heranführen, sie mit dem jagdlichen Geschehen vertraut machen und ihnen zeigen, welche Aufgaben ein Jäger in seinem Revier hat. Wir gehen nicht nur jagen, sondern tragen auch zur Biotopverbesserung und damit zum Artenschutz bei“, sagte Janßen.
Später ging es noch in kleinen Gruppen in die Reviere. Dort konnten die Kinder zum Beispiel von Hochsitzen aus das Wild in der freien Natur beobachten. Viel Wissenswertes konnten sie von den Jägern bei ihrer Pirsch erfahren. Als die Polizei meldete, ein „Wildschwein sei angefahren worden“, machte sich Janßen mit seinem Jagdhund auf die Nachsuche und das Wildschwein war schnell gefunden. Diese gestellte Szene beeindruckte die Ferienpassteilnehmer. Bei der Jagdprüfung zum Kinderjagdschein mussten die Jungen und Mädchen viele Fragen zu den Tieren und zur Natur beantworten.
Die Jäger waren beeindruckt von dem, was die Kinder so alles in ihren Wissensschatz aufgenommen hatten. Auch über die Imkerei erfuhren sie von den Imkern Herold Stalljann aus Strücklingen und Marlies Jacobi aus Rhauderfehn einiges. Dazu trug eine Bienenschau bei.
Zum Schluss servierten die Jäger ihren kleinen Besuchern noch Wurst und selbst gebackenen Stuten.
Der Heimatverein Saterland „Seelter Buund“ hat jetzt – wie in jedem Jahr – im voll besetzten Bus eine Tagestour unternommen. Die Reise führte die Teilnehmer zunächst nach Neermoor, wo das Logistikzentrum der Firma Bünting ausgiebig besichtigt wurde. Bei einer großen Teerunde wurde vieles über die Firma erklärt.
Anschließend fuhr die Gruppe in die Niederlande. Dort wurde der wunderschöne Schaugarten „Tunifleur“ in Oostwold besichtigt. Als Abschluss war für den „Seelter Buund“ ein Abendessen im „Dorfkrug“ in Scharrel angesagt.
