Friesoythe - Die Dimension dieser Anlage ist enorm und findet in Europa kaum ihresgleichen. Im Industriepark C-Port am Küstenkanal in Friesoythe entsteht derzeit eine riesige Biogasanlage mit 40 rund 25 Meter hohen Türmen. Nach Fertigstellung der gesamten Anlage am Ems-Dollart-Ring sollen jährlich etwa 690 Gigawattstunden Biomethan ins Netz eingespeist und „grüner Kraftstoff“ CNG hergestellt werden. Dazu benötigt die Anlage enormen Input. Bis zu eine Million Tonnen Festmist und Gülle werden pro Jahr bei Vollauslastung benötigt, um die Produktionsziele zu erreichen. Die Hälfte der Behälter steht bereits. Mit dieser „halben“ Anlage möchte man spätestens im Herbst dieses Jahres an den Start gehen. Unsere Redaktion hatte am Montag die Gelegenheit, sich einmal auf der Baustelle näher umzuschauen.
Neue Gesellschaft
Gebaut wird die Anlage von der Revis bioenergy GmbH aus Münster. 2016 kam dem Unternehmen die Idee, diese gigantische Anlage am C-Port zu realisieren. 2021/2022 wurde es konkret. Ein 13,5 Hektar großes Grundstück wurde gekauft und die Genehmigung beim Gewerbeaufsichtsamt in Oldenburg beantragt. Im Oktober 2022 wurde die Baugenehmigung erteilt. Betrieben wird die Anlage künftig von der Nordfuel GmbH, einer 100-prozentigen Revis-Tochtergesellschaft mit Sitz in Friesoythe. „Bisher läuft alles nach Plan“, sagte Revis-Geschäftsführer Simon Detscher. „Wir werden hier bald etwa 60 Mitarbeitende mit zahlreichen beruflichen Qualifikationen in den Bereichen Anlagenbetrieb, Instandhaltung und Verwaltung im Einsatz haben“, kündigte Nordfuel-Geschäftsführer Jan-Hendrik Friedrichs an. Er ist künftig für den laufenden Betrieb am C-Port verantwortlich. Doch bis es soweit ist, stehen noch viele Arbeiten auf dem Baustellengelände an. Die erste Ausbaustufe soll im Herbst beginnen und wird laut Friedrichs ein halbes Jahr später seine Zielleistung erreichen. Um die 20 jeweils rund 10 000 Kubikmeter Festmist und Gülle fassenden Behälter zu befüllen und in Betrieb zu halten, werden rund 100 Lkw-Ladungen pro Tag erwartet, sagte Projektingenieur Niklas Hense bei der Baustellenbegehung. Der Mist und die Gülle stammen von Betrieben aus einem Umkreis von 50 bis maximal 100 Kilometern. Angeliefert wird von Montag bis Samstag von 6 bis 22 Uhr. Es handele sich von der Anlieferung bis zur Herstellung von Biomethan, Bio-Kraftstoff CNG und flüssigem CO
Die Bauarbeiten für die riesige Biogasanlage in Industriepark C-Port in Friesoythe laufen auf Hochtouren. Fotos: Torsten von Reeken
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Die Bauarbeiten für die riesige Biogasanlage in Industriepark C-Port in Friesoythe laufen auf Hochtouren. Fotos: Torsten von Reeken
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Die Bauarbeiten für die riesige Biogasanlage in Industriepark C-Port in Friesoythe laufen auf Hochtouren. Fotos: Torsten von Reeken
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Die Bauarbeiten für die riesige Biogasanlage in Industriepark C-Port in Friesoythe laufen auf Hochtouren. Fotos: Torsten von Reeken
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Die Bauarbeiten für die riesige Biogasanlage in Industriepark C-Port in Friesoythe laufen auf Hochtouren. Fotos: Torsten von Reeken
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Die Bauarbeiten für die riesige Biogasanlage in Industriepark C-Port in Friesoythe laufen auf Hochtouren. Fotos: Torsten von Reeken
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Die Bauarbeiten für die riesige Biogasanlage in Industriepark C-Port in Friesoythe laufen auf Hochtouren. Fotos: Torsten von Reeken
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Die Bauarbeiten für die riesige Biogasanlage in Industriepark C-Port in Friesoythe laufen auf Hochtouren. Fotos: Torsten von Reeken
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Die Bauarbeiten für die riesige Biogasanlage in Industriepark C-Port in Friesoythe laufen auf Hochtouren. Fotos: Torsten von Reeken
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Die Bauarbeiten für die riesige Biogasanlage in Industriepark C-Port in Friesoythe laufen auf Hochtouren. Fotos: Torsten von Reeken
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Die Bauarbeiten für die riesige Biogasanlage in Industriepark C-Port in Friesoythe laufen auf Hochtouren. Fotos: Torsten von Reeken
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Die Bauarbeiten für die riesige Biogasanlage in Industriepark C-Port in Friesoythe laufen auf Hochtouren. Fotos: Torsten von Reeken
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Im Industriepark C-Port am Küstenkanal in Friesoythe entsteht eine der größten Biogasanlagen Europas. Foto: Torsten von Reeken
Torsten von Reeken200 Lkw am Tag
In einer zweiten Ausbaustufe wird eine Gärresteanlage gebaut. Dort sollen Reststoffe getrocknet und zu Pellets verarbeitet werden, die später vor allem in Kraftwerken verbrannt werden können. Zuvor werde den Gärresten aber noch Ammoniak entzogen, das ebenfalls vermarktet werden könne. Sobald die Gärresteanlage fertig ist – vermutlich im kommenden Jahr – steigt auch die Menge des angelieferten Wirtschaftsdüngers. 150 Lkw werden dann täglich erwartet. In der dritten und letzten Ausbaustufe wird die Biogasanlage im Vergleich zum jetzigen Stand verdoppelt und umfasst dann 40 Türme. Detscher rechnet mit dem Vollausbau der Anlage aber nicht vor 2025. Dann werden rund 200 Lkw täglich auf das Firmengelände fahren.
Mit der Leistung in Vollauslastung soll vornehmlich CNG-Kraftstoff hergestellt werden, mit dem man mehr als 2500 Lkw klimafreundlich betreiben könne, heißt es. Auch der eigene geplante Fuhrpark, der neben weiteren Dienstleistern das Material anliefern soll, werde dann damit betankt. Und auch für das flüssige Kohlenstoffdioxid, das Ammoniak und die Pellets gebe es Abnehmer, so Detscher. So seien Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit am C-Port vereint.
