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Rückblick Juni Kreißsaal in Cloppenburg an Wochenenden geschlossen

Symbolbild: Ende Juni kündigte das Cloppenburger Krankenhaus an, dass Geburten am Wochenende im Juli und August hier nicht möglich sein werden.

Symbolbild: Ende Juni kündigte das Cloppenburger Krankenhaus an, dass Geburten am Wochenende im Juli und August hier nicht möglich sein werden.

dpa

Cloppenburg - Schlechte Nachrichten für Schwangere im Landkreis Cloppenburg gab es am 28. Juni: Für den Juli und August kündigte das St.-Josefs-Hospital Cloppenburg nur eingeschränkte Öffnungszeiten im Kreißsaal an. Schwangere konnten dann nur noch in der Zeit zwischen Montag, 6 Uhr, bis Freitag, 13 Uhr, in Cloppenburg entbinden. An den Wochenenden wurde der Kreißsaal geschlossen.

Fehlendes Personal

„Das ist eine notwendige Konsequenz aus den erschwerten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen“, sagte Geschäftsführer Andreas Krone: Die Leistungen in der Geburtshilfe seien nicht ausreichend finanziert. Das eigentliche Problem bestehe aber aktuell darin, dass nicht ausreichend Hebammen zur Verfügung stünden, um die dauerhafte Öffnung des Kreißsaales sicherzustellen.

Dabei hatte das Krankenhaus noch im Januar mitgeteilt, dass das Hebammen-Team wieder komplett sei. Insgesamt 16 Hebammen waren Anfang des Jahres im Team. Darunter waren auch drei Frauen, die zuletzt im Friesoyther Kreißsaal gearbeitet hatten. Dieser war Ende September 2021 geschlossen worden. Nach den positiven Nachrichten zur Hebammen-Situation habe sich die Besetzung aber wieder verschlechtert, erklärte Pflegedirektor Wilfried Schlotmann. Es hätten Langzeiterkrankungen, Schwangerschaften, aber auch Kündigungen zur Reduzierung des Personals geführt. Es seien bereits intensive Gespräche mit der Geschäftsführung, Pflegedirektion, Chefarzt Dr. Armin Rütten und den Hebammen geführt worden, um Personal für die Geburtshilfe in Cloppenburg zu gewinnen. „Nur so können künftige Schließung vermieden werden“, so Schlotmann.

Was sonst noch war

1. Juni: Verdi klagt gegen die verkaufsoffenen Sonntage, die die Stadtverwaltung und das Cloppenburg Marketing im Jahr 2022 geplant haben. Es muss eine alternative Planung her.

3. Juni: Als Dankeschön für ihren Einsatz hat der Wagyuhof Looschen in Garrel verschiedene Hilfsorganisationen eingeladen. Es gab einen bunten Abend – als Entschädigung auch für die Arbeit unter den erschwerten Bedingungen der Pandemie.

4. Juni: Nach politischen Beratungen in Lastrup soll der Schwimmunterricht in der Gemeinde Lastrup für die Kinder kostenlos werden.

8. Juni Die Bauarbeiten am Umfeld der St.-Andreas-Kirche in Cloppenburg sind gestartet. Dort entsteht unter anderem ein neues Pfarrheim. Die Bauzeit ist mit 1,5 Jahren angegeben.

10. Juni In Langförden treffen sich Long-Covid-Patienten in einer Selbsthilfegruppe, auch in Lohne soll so ein Angebot aufgebaut werden.

11. Juni Zum Unternehmerabend in Emstek hatte die Gemeinde Emstek unter dem Motto „Tore auf“ ins neue Gewerbegebiet eingeladen.

15. Juni „Nachts im Museum“ kann es jetzt auch im Cloppenburger Museumsdorf heißen. Dort steht bis Oktober noch ein sogenannter Schlafwürfel, in dem übernachtet werden kann.

16. Juni Damit Schwangere und Hebammen besser zusammen finden, ist im Landkreis Vechta die Hebammenzentrale gestartet. So soll es eine Ansprechpartnerin geben, die Angebot und Nachfrage steuert.

20. Juni Die Kirmes in Garrel ist eröffnet worden. Ursprünglich als Kirchweihfest angedacht, hätte es im Jahr 2022 schon die 137. Auflage gegeben – allerdings fiel das Fest in den letzten zwei Jahren aus.

24. Juni Für das Gewaltschutzzentrum im Kreis Cloppenburg erfolgte nun der Spatenstich. Dort wird auch ein Frauen- und ein Kinderschutzhaus untergebracht.

27. Juni Unter dem Motto „Zeit für große Schritte“ haben sich am Wochenende rund 600 Menschen in Cloppenburg getroffen, um den Christopher Street Day zu feiern. Dabei wurde auch dazu aufgerufen, sichtbar gegen Diskriminierung zu kämpfen.

Die Schließung am Wochenende lasse sich nicht vermeiden, um die verbleibenden Hebammen nicht noch größeren Belastungen auszusetzen, so Krone: „Die emotionale Belastung ist sowieso schon enorm, da unsere Hebammen natürlich den Anspruch haben, rund um die Uhr für die Schwangeren zur Verfügung zu stehen.“ Ein dauerhafte Schließung des Kreißsaals sei nicht beabsichtigt.

Lange Wege

Am Wochenende ergaben sich für werdende Eltern nun lange Wege: Frauen aus Friesoythe waren dann mindestens 40 Minuten bis nach Sögel, Westerstede oder Oldenburg unterwegs. Von Cloppenburg aus mussten Schwangere bis nach Vechta fahren, auch in Wildeshausen kann entbunden werden. Weil kurzfristige Personalausfälle nicht auszuschließen und schwer zu kompensieren seien, waren Schwangere gebeten worden, sich mit dem Kreißsaal-Team unter 04471/161454 in Verbindung zu setzen, bevor sie zum Krankenhaus fahren.

Mareike Fangmann
Mareike Fangmann Redaktion Münsterland
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