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NWZonline.de Region Cloppenburg

Sanduhr: Cloppenburg im 14. Jahrhundert

07.05.2019
Betrifft: „Kostenloses Kurzzeitparken startet“, NWZ-Bericht vom 3. Mai 2019

„Sanduhren per Saugnapf an das Seitenfenster der Fahrerseite angebracht schenken dem Bürger 15 Minuten Parkzeit“. Sie haben richtig gelesen! Obwohl jeder Bürger heutzutage ein Smartphone besitzt, setzt Herr Wiese (Cloppenburgs Bürgermeister, Anm. d. Red.) nicht auf den Ausbau der Park-App Travipay, sondern zaubert eine Erfindung aus dem 14. Jahrhundert aus seinem Hut: die Sanduhr. Ich frage mich, warum nur die Seitenscheibe an der Fahrerseite erlaubt ist? Ja, das zu langsame Rieseln an der Windschutzscheibe habe ich verstanden, aber warum nicht auch die Beifahrerseite? Persönlich nutze ich zwei Park-Apps. EasyPay, deutschlandweit akzeptiert, in Cloppenburg TraviPay. Erstgenannte unterstützt: Abbruch der eingestellten Parkzeit = nur die Parkzeit wird bezahlt und: die Kurzparktaste!

In Cloppenburg funktioniert nur eine der teuersten Apps, ohne Kurzparktaste usw. Warum? Konkurrenz belebt doch das Geschäft, Herr Bürgermeister! War diese Lösung zu einfach oder zu kostengünstig? Oder zahlt TraviPay zu viel, an wen auch immer? Wo wir gerade beim Geld sind: Mich interessieren der Preis der Sanduhren für die Stadt und die Ausgaben für die Kommunikation. Also: Was kostet der Spaß? Ich frage nicht, wie viele Stunden an dem ausgeklügelten Konzept gefeilt wurde. Auch nicht, wie viel Zeit die Auszubildenden der Stadt der lehrreichen Arbeit „Saugnäpfe an Sanduhren stecken“ geopfert haben statt Ordentliches zu lernen.

Ich frage: Wie lange reichen 3000 Sanduhren? Was kosten die Nachbestellungen? Hat die Stadt zu viele Auszubildende? Wie zerbrechlich sind die Dinger? Umweltfreundlich oder Plastikmüll? Und welche Missverständnisse werde ich mit dem netten Kontrolleur zukünftig diskutieren? Fragen über Fragen… Antworten nicht in Sicht! Wie so oft gilt in Cloppenburg: Warum einfach und kostengünstig, wenn es auch kompliziert und teuer geht!

Thomas Müller
Cloppenburg

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