Saterland - Damme und Osnabrück haben bereits ihre Karnevalsveranstaltungen für das Jahr 2022 abgesagt. Und auch die drei Karnevalsvereine im Saterland zeigen sich nicht mehr so optimistisch, wie noch beim jüngsten Gespräch mit unserer Redaktion im November.
Bereits abgesagt hat der Carneval-Club Sedelsberg (CCS) zwei Veranstaltungen. Wie Präsident Wolfgang Neitzel auf Nachfrage unserer Redaktion mitteilt, wird weder der ursprünglich für den 25. Februar geplante Seniorenkarneval noch der Kinderkarneval, der auf den 27. Februar terminiert war, stattfinden.
Offen ist noch, ob auch der Galaabend (26. Februar) ins Wasser fallen wird. Dabei komme es laut Neitzel auf die Warnstufe, die zu dem Zeitpunkt gilt, an. „Wenn der Galaabend stattfinden sollte, dann unter der 2G-plus-Regelung“, sagt der CCS-Präsident.
Warten bis 10. Januar
Die Kirchengemeinde habe bereits ihr Okay gegeben, dass die Karnevalisten wieder den Saal im Canisiushaus nutzen dürfen. Voraussetzung ist ein Hygienekonzept. In den Saal passen 200 Personen. Ob auch so viele im Februar zugelassen werden, steht ebenfalls noch in den Sternen. Am kommenden Freitag wollen sich die CCS-Karnevalisten zu einer Sitzung treffen, bei der weitere Einzelheiten besprochen werden sollen.
„Wir haben erst Montag zusammengesessen. Es sieht nicht sonderlich gut aus“, sagt Dirk Behrends, Vorstandssprecher des Sagter-Ems-Carneval-Club Scharrel (SECC), im Gespräch mit unserer Redaktion im Bezug auf die geplanten Karnevalsveranstaltungen. Gefeiert werden soll in Scharrel am 12. und 13. Februar.
„Wir wollen bis zum 10. Januar warten, uns dann die Situation anschauen und entscheiden, was wie möglich sein wird“, teilt er weiter mit. Auf jeden Fall wolle man kleiner planen, um schneller reagieren zu können. So soll 2022 nicht wie sonst in der Sporthalle gefeiert werden. „Wichtig ist uns, dass auf jeden Fall der Kinderkarneval am Sonntag stattfindet“, so Behrends.
Gespräch mit Landrat
„Wir gehen stark davon aus, dass wir die Veranstaltungen nicht ausrichten können“, zeigt sich auch Michael Schmidt, 1. Vorsitzender der Karnevalsgesellschaft (KVG) Ramsloh skeptisch. Wenn schon eine Karnevals-Hochburg wie Nordrhein-Westfalen nicht feiern könne und wolle, werde es in Ramsloh wohl auch schwierig. Zu den Veranstaltungen der KVG vom 17. bis 20. Februar zählen nicht nur Galaabend, Saterländer-Nacht und Kinderkarneval, sondern auch der große Festumzug durch den Ort.
Wahrscheinlich noch in dieser Woche soll es ein Gespräch mit Landrat Johann Wimberg geben, kündigte Schmidt an. Dann wird man mehr wissen. Schmidt: „Ein Fünkchen Hoffnung ist noch da.“
