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Gemeinderatswahl im Saterland Mit dem anderen Blick einer Frau

Scharrel - Nach 30 Jahren als CDU-Ratsmitglied tritt Marianne Fugel bei den Kommunalwahlen im September nicht mehr an. „Nach 30 Jahren sollte man den Jüngeren Platz machen“, sagt die 76-Jährige aus Scharrel. Aber sicher werde sie nicht nichts mehr machen: „Mal gucken, wie ich mich orientiere. Ich bin ja weiterhin Familienpatin und im Vorstand der Landfrauen.“

Schon vor ihrer ersten Wahl zur Ratsfrau war Fugel politisch aktiv als Beisitzerin der CDU Scharrel und als 1. Vorsitzende der Frauenunion, deren Mitbegründerin sie 1986 war. Sie organisierte zum Beispiel eine Mitfahrzentrale für Auszubildende mit und rief die Familienpatinnen mit ins Leben, die einspringen, wenn eine Familie kurzfristig Unterstützung benötigt.

„Nicht Nein sagen“

1991 wurde in der CDU Saterland diskutiert: Bei der nächsten Kommunalwahl sollten sich doch auch Frauen aufstellen lassen. „Ich konnte fast nicht Nein sagen“, sagt Fugel. Aber natürlich habe sie sich mit ihre Familie besprochen, denn ihr inzwischen verstorbenen Mann Hermann hatte einen aktiven Milchviehbetrieb, in dem sie mitarbeitete. Die Familie, besonders ihr Mann, habe ihre politische Arbeit immer unterstützt.

So richtig lange bitten lassen hat Marianne Fugel sich auch nicht: „Ich habe natürlich gesehen, dass man hier und da schon etwas machen kann“, berichtet sie. „Als Frau hat man oft einen anderen Blick.“ Fugel zog für die CDU in den Rat der Gemeinde Saterland ein und wurde sofort stellvertretende Bürgermeisterin. Die Besuchsdienste zu runden Geburtstagen und Ehejubiläen hätten sich nicht nur gut mit dem Familienleben planen lassen, sondern sei auch sehr informativ gewesen: „Dann kamen mal die Sorgen auf den Tisch.“ Diese Hinweise habe sie versucht, in die politische Arbeit mitzunehmen, um etwas zu verändern. Auch habe sie sich in einer Vermittlerrolle gesehen, habe Menschen zu Ämtern begleitet.

Gute Argumente haben

Vorbehalte gegen sie als Frau habe sie im Kreise der Ratskollegen nicht erlebt: „Wenn man gute Argumente hat, wird man auch ernst genommen“, sagt Fugel. „Da muss ich unsere Männer loben: Ich weiß nicht, ob das überall so ist.“ Aber sie habe sich nicht nur mit Frauenthemen auseinandergesetzt. Nur seien viel Themen rund um Kindergärten, Schule, Bauplätze für Familien oder Verkehrssicherheit eben auch Frauenthemen, findet Fugel, die auch Kreistagsabgeordnete war und im Kreisvorstand der Frauenunion ist.

Eva Dahlmann-Aulike
Eva Dahlmann-Aulike Redaktion Münsterland
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