Scharrel/Strücklingen - Eine Gruppe von Erzieherinnen und pädagogischen Fachkräften um die Scharrelerin Melanie Lamping und die Strücklingerin Alina Perk hat sich auf den Weg nach Erftstadt in Nordrhein-Westfalen gemacht. In der stark vom Hochwasser betroffenen Stadt haben sie in einem Sportzentrum ein Betreuungsangebot für Kinder geschaffen. Sie wollen damit Eltern unterstützten, die in der Hochwasserlage im Einsatz, von Schäden betroffen sind oder einfach Hilfe brauchen.
„Projekt gut angelaufen“
„Das Angebot wird bereits gut angenommen“, berichtet Melanie Lamping im Gespräch mit unserer Redaktion aus Erftstadt. In der Region werde noch immer viel Hilfe benötigt. Dauern soll das Projekt zunächst etwa zwei Wochen, eine Verlängerung in eine dritte Woche wird geprüft. Die Erzieherinnen und pädogischen Fachkräfte opfern einen Teil ihres Jahresurlaubs, um die Kinder vor Ort betreuen zu können.
Melanie Lamping, Mitglied der DLRG-Ortsgruppe Saterland und aktive Sportlerin im Sportverein Scharrel, hatte sich bereits zwei Tage nach dem Unwetterunglück an ihre Kameraden gewandt, die vor Ort im Hochwassergebiet im Einsatz waren. Mitglieder der Saterländer-Ortsgruppe waren gemeinsam mit Kameraden aus Friesoythe und Barßel als Teil des Landeseinsatzzuges West der DLRG Niedersachsen nach Nordrhein-Westfahlen gefahren. Helfen konnten diese Lamping zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dafür war die Situation vor Ort noch zu angespannt und zu unübersichtlich.
Nach der Rückkehr der DLRG-Helfer kam dann spontan ein Kontakt mit einer Sportschule vor Ort zustande. Dort waren die Saterländer, Barßeler und Friesoyther Kräfte nach ihrem Einsatz für eine Nacht untergebracht. Kontaktdaten wurden ausgetauscht und ein Konzept entwickelt.
Weitere Unterstützung
Unterstützung in materieller und finanzieller Art erhält die Gruppe der Erzieherinnen und pädagogischen Fachkräfte durch die DLRG-Ortsgruppe Saterland und den Sportverein Scharrel. Zudem wurde ein Spendenkonto bei der Raiffeisenbank Scharrel eingerichtet, durch welches das Projekt unterstützt werden kann (IBAN DE68 2806 5286 0400 5570 03). „Gelder, die nicht für dieses Projekt benötigt werden, gehen nach Abschluss direkt an die ,Hochwasserhilfe Erftstadt’, um Menschen und Einrichtungen direkt vor Ort zu unterstützen“, heißt es von der Gruppe.
