SCHARRELERDAMM - SCHARRELERDAMM/EB - Fassungslosigkeit und Trauer bestimmen die Gemeindemitglieder der ev.-luth. Kirche Reekenfeld nach dem Tod von Tine Kampen. Sie verunglückte am Mittwochnachmittag bei einem Verkehrsunfall. Sie war die aktivste ehrenamtliche Mitarbeiterin der Gemeinde am Kanal. Es gibt kaum einen Arbeitsbereich, den sie in den letzten Jahrzehnten nicht maßgeblich und aktiv mitgestaltet hat.
Tine Kampen leitete nicht nur den Gitarrenchor und die „Küchenmannschaft“, sondern organisierte den Bibelgesprächskreis mit, spielte im Flötenkreis, verteilte Gemeindebriefe, wirkte im Konfirmandenunterricht mit, managte die Beerdigungs-Kaffeetafeln und war als Cheforganisatorin und gute Seele bei keiner Gemeindeveranstaltung wegzudenken. Egal, was es zu organisieren gab, alles hat sie in ihrer freundlichen Art zuversichtlich und tatkräftig angepackt.
Darüber hinaus lagen ihr die biblische Botschaft und das Bekenntnis zum christlichen Glauben besonders am Herzen. So wirkte sie als Lektorin in den Gottesdiensten mit und gestaltete regelmäßig den Kindergottesdienst.
Tine Kampen hat es verstanden, Menschen zu motivieren und für die ehrenamtliche Mitarbeit zu gewinnen. Sie war bei allen Gruppen sehr beliebt und hielt sich trotz ihres unermüdlichen Einsatzes stets bescheiden im Hintergrund.
Geboren wurde Tine Kampen 1948 in Südgeorgsfehn, im Landkreis Leer. Mit 21 Jahren kam sie dann als Aushilfe zur Tankstelle Collmann nach Kamperfehn. Dort lernte sie bald ihren Mann Geerd Kampen kennen, mit dem sie bis zum Jahr 2000 eine große Landwirtschaft mit Rindvieh bewirtschaftete.
Ihre Leidenschaft gehörte aber auch der Musik: Mit 14 Jahren hatte sie damit begonnen, Gitarre zu spielen. Zu Geburtstagen und Weihnachten wurde dann im Haus Kampen immer viel musiziert. Die vier Kinder spielen Flöte, Klavier und natürlich auch Gitarre.
Tine Kampen hinterlässt Ehemann Geerd, vier Kinder und fünf Enkelkinder.
