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„Schleunigst mit der Selbstzerfleischung aufhören“

Betrifft:

Diskussion um die Landtagskandidatur von Clemens gr. Macke (NWZ vom 3., 5. und 7. März).

Plötzlich liest man in der Zeitung, dass an dem Stuhl des Landtagsabgeordneten Clemens gr. Macke gesägt wird. Einzige Begründung: Er ist Bauer. Das zweite angebliche Argument, er habe bewusst gelogen, entbehrt erwiesenermaßen jeder Grundlage. Man könnte meinen, alles sei nur aus persönlicher Animosität eines Einzelnen entstanden. Das zu glauben, fällt schwer. Werner Ellers spricht von „Wir haben einen geschafft“. Also gibt es noch mehr Personen, die mit ihm kämpfen. Die CDA in Land und Kreis hat sich von seinen Äußerungen distanziert. Die können es also nicht sein. Aber wer denn dann? Könnte es der neue Cloppenburger Stadtverband mit seinem neuen Vorsitzenden Bernard Südbeck sein? Schließlich waren sie es doch, die den „Einen“ schon geschafft haben. Südbeck kritisiert zwar die Vorgehensweise von Ellers – seine gestrige klare Distanzierung zu den Äußerungen von Ellers begrüße ich sehr –, sagt aber nichts zu einer möglichen Eigenkandidatur, er hält sich

sehr bedeckt. Die von Ellers angezettelte Diskussion scheint der Cloppenburger CDU nicht ungelegen zu kommen, um Argumente für eine Gegenkandidatur zu erhalten und eine Abwahl gr. Mackes intensivieren zu können. Ich denke, dass das zurzeit in der Cloppenburger CDU stattfindende „Hauen und Stechen“ für die CDU und für die Stadt Cloppenburg von Nachteil ist.

Ich jedenfalls finde keine Argumente für eine Abwahl von Clemens gr. Macke. Dass er Landwirt und Kaufmann – beides sind doch anerkannte Berufe – ist, ist doch kein Grund für eine Abwahl. Dass man dem MdL gr. Macke nichts vorwerfen kann, beweist doch die Tatsache, dass ihn der erweiterte Kreisvorstand der CDU den Delegierten als Landtagskandidaten empfohlen hat. Also warten die Delegierten und auch ich auf Argumente, die es rechtfertigen könnten, einen so sehr engagierten Vertreter unseres Wahlkreises von der politischen Bühne zu schubsen. Ich kann nur hoffen, dass es so weit nicht kommt.

Josef Quatmann

49661 Cloppenburg

Mit einiger Bestürzung habe ich die Diskussionen um die Nominierung des Landtagskandidaten für den Wahlkreis Cloppenburg in den letzten Tagen verfolgt. Gerade einmal zwei Wochen vor der Entscheidung der Delegierten wird die Kandidatur von Clemens gr. Macke mit fragwürdigen persönlichen Angriffen und ohne den Hauch einer sachlichen Kritik in Frage gestellt. Es wäre sicher nicht nur für die Delegierten am 10. März, sondern auch für alle CDU-Mitglieder in den Städte- und Gemeindeverbänden in den letzten Wochen und Monaten sehr interessant gewesen, was ein potenzieller Gegenkandidat überhaupt besser als der bisherige Abgeordnete machen möchte. Vielleicht fehlten für diese Form der demokratischen Diskussion aber einfach nur die schlüssigen Argumente.

Sicher, auch für den CDU-Kreisverband Cloppenburg ist es wichtig, dass alle gesellschaftlichen Gruppen und Berufsstände in ihre Arbeit einbezogen werden. Noch wichtiger ist es aber, dass die Personen, die die CDU als Funktionsträger vertreten, sich engagiert und erfolgreich für die Menschen in unserem Landkreis einsetzen. Dies kann man MdL Clemens gr. Macke, übrigens ebenso wie seinem Nordkreis-Kollegen MdL Karl-Heinz Bley, nicht absprechen; beide haben für die Region viel erreicht und an Einfluss in Hannover gewonnen.

Wenn wir diesen Einfluss behalten und vergrößern wollen – Nachbarlandkreise machen uns das immer wieder beispielhaft vor –, dann müssen wir schleunigst mit diesem Prozess der Selbstzerfleischung aufhören. Es wäre daher geradezu absurd, wenn man jetzt aus rein persönlichen Eitelkeiten versuchen würde, einen erfolgreichen Landtagsabgeordneten zu demontieren.

Rainer Rauch

49699 Lindern

Betrifft:

Leserbrief von Hermann Thole „Partei nicht an den Rand der Glaubwürdigkeit bringen“ (NWZ vom 6. März)

Dass sich mit Hermann Thole jemand, der jahrelang – nämlich während der gesamten Amtszeit des bisherigen CDU-Stadtverbandsvorsitzenden Georg Meyer – dessen Politik maßgeblich unterstützt hat, zu Wort meldet und die von ihm zitierte „Linientreue“ als Entscheidungskriterium für die Besetzung wichtiger Funktionen öffentlich anprangert, verwundert doch sehr. Es ist erst wenige Wochen her, dass genau diese „Linientreue“ das „Maß aller Dinge“ war und ausnahmslos alle Personalentscheidungen bestimmte.

Hermann Thole muss sich fragen lassen, wie er zu der „Feststellung“ kommt, dass diese Politik der „Linientreue“ vom neuen CDU-Vorstand und vor allem vom neuen CDU-Stadtverbandsvorsitzenden fortgesetzt werde; hierfür gibt es – außer dem Wunsch von Hermann Thole – nicht einen einzigen Anhaltspunkt.

Hermann Thole sollte mit seinem „Urteil“ zumindest bis zur anstehenden Entscheidung der Delegierten und des geschäftsführenden Vorstandes des CDU-Stadtverbandes warten; er wird sehen, dass die Delegierten und der neue CDU-Vorstand – und insbesondere der neue Vorsitzende Bernd Südbeck – eine kluge Entscheidung treffen werden; er wird erleben, dass der CDU-Stadtverbandsvorsitzende genau die offene, ehrliche und faire Politik umsetzen wird, für die er in der Mitgliederversammlung geworben hat, und wofür ihm die Mitglieder mit eindrucksvoller Mehrheit das Vertrauen ausgesprochen haben. Also, lieber Hermann Thole, abwarten, und die demokratischen Spielregeln respektieren.“

Bernhard Lübbe

49661 Cloppenburg

• Mit der Freitagausgabe beendet die NWZ die Leserbrief-Diskussion zur „CDU-Landtagskandidatur“.

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