Navigation überspringen
nordwest-zeitung
Abo-Angebote ePaper Newsletter App Prospekte Jobs Immo Trauer Shop

Fragestunde im Saterländer Gemeinderat Widerstand gegen Breitband-Funkmasten in Sedelsberg

Hans Passmann

Ramsloh/Sedelsberg - Schnelles Internet bis „zur letzten Milchkanne“ soll es so schnell wie möglich im Saterland mittels Richtfunk geben. Den Breitbandausbau damit soll die Firma Emsland Tel Net (ETN) Group aus Meppen umsetzen. Diesen Beschluss hat der Rat am Montag auf seiner Sitzung im Rathaus gefasst.

Vier Standorte

Die ETN Group hatte im Vorfeld zusammen mit der Verwaltung mögliche Standorte der Masten in den vier Ortsteilen ausgesucht. Bauamtsleiter Matthias Neiteler stellte die Flächen in der Sitzung vor. In Strücklingen: südlicher Bereich Erweiterung Gewerbegebiet zwischen Hauptstraße und B 72; Ramsloh: südlich Industriestraße hinter Elma Event-Saal; Scharrel: zwischen Sportplatz und Friedhof; Sedelsberg: Grundstück in Siedlung Heselberg zwischen Ringstraße und Sagter Ems. Alle Flächen seien im Besitz der Gemeinde.

Doch beim Standort in Sedelsberg regte sich heftiger Widerstand von den Anwohnern der Ringstraße. Einige von ihnen machten in der Einwohnerfragestunde ihrem Ärger Luft. „Wir wollen diese Mikrowellen-Richtfunksysteme nicht vor unserer Haustür. Wir fürchten die elektromagnetischen Felder.“ Der Mast sei mit 60 Meter sehr hoch und zu nah an den Häusern. „Wir werden dagegen klagen“, sagte Walter Hußmann.

Das will auch Marius Bialonczyk, der direkt neben dem Wäldchen wohnt, wo der Mast stehen soll. Die Zuwegung führt direkt vor seinem Haus entlang. „Jahrelang hat sich die Gemeinde nicht um das Grundstück gekümmert und nun spricht Bürgermeister Otto vom Müllplatz, dabei ist es ein kleines Biotop, in dem sich die Tiere wohlfühlen. Man zerstört ein Stück Natur“, sagte er nach der Sitzung.

„Generell habe ich nichts gegen den Funkmast. Wir brauchen alle einen 5G-Standard, das ist ganz klar“, sagte Bernd Benten (CDU). Er ist als Bewohner der Siedlung selbst betroffen. Die Verwaltung solle aber überprüfen, ob es einen anderen Standort gibt.

Keine anderen Flächen

„Andere eigene Flächen haben wir nicht und die, die in Frage kommen, sind in Privatbesitz“, so Neiteler. Die Eigentümer wollen sie nicht zur Verfügung stellen. „Wir müssen Tempo machen, wollen wir gegenüber anderen Gemeinden in Sachen schnelles Internet nicht hinterherhinken. Die Gemeinde Saterland ist noch der einzige weiße Fleck auf der Landkarte“, sagte Bürgermeister Thomas Otto (parteilos).

„Was nützt das Tempo, wenn sich Widerstand der Anlieger regt und eine Klagewelle auf die Gemeinde zurollt“, meinte Gerd Albers (CDU). „Ich kann die Bedenken verstehen. Aber wir brauchen das schnelle Internet“, so CDU-Fraktionsvorsitzender Jens Immer. Dass die Breitbandversorgung heute ein wichtiger Standortfaktor sei, meinte auch Henning Stoffers (SPD).

Themen
Artikelempfehlungen der Redaktion
Wird als erste Zeugin im Untersuchungsausschuss angehört: Finanz-Staatssekretärin Sabine Tegtmeyer-Dette (Grüne)

SITZUNG MEHRFACH UNTERBROCHEN Untersuchung zur Beförderung in Weils Staatskanzlei beginnt mit Eklat

Stefan Idel Büro Hannover
Hannover
Meinung
Am 3. Mai ist Tag der Pressefreiheit.

TAG DER PRESSEFREIHEIT Vom Glück, in einem freien Land zu leben

Ulrich Schönborn
Oldenburg
Auf Borkum wurden Ende April rund 20 Säcke mit bislang unbekanntem Inhalt angeschwemmt.

WAS WURDE ANGESCHWEMMT? Borkumer Drogenfund bleibt ein Rätsel

Axel Pries
Borkum
Symbolbild

UNFALL IN OLDENBURG Angetrunkener Radfahrer von Auto erfasst – schwer verletzt

Oldenburg
Symbolbild

TÖDLICHER UNFALL IN FRIESLAND Autofahrer erfasst mit Pkw 64-jährige Pedelecfahrerin

Jeversches Wochenblatt
Varel