Ermke - Ihr 175-jähriges Bestehen feiert die Schützenbruderschaft St. Hubertus Ermke vom 13. bis 15. Mai mit einem großen Jubiläumsschützenfest. Sie ist damit eine der älteren unter den 24 Bruderschaften im Bezirksverband Oldenburg-Hümmling und darf zurecht stolz sein auf ihre Tradition unter dem Gründungswahlspruch „Für Glaube, Sitte und Heimat“. Gerade erst im vergangenen Jahr richtete der rührige Verein den Jungschützentag des Diözesanverbands Münster in Ermke mit mehreren hundert Gästen aus.
Bereits am Samstag, 29. April, startet das Festprogramm mit dem Kinderkönigsschießen und dem Königsschießen, bei dem der Nachfolger für König Oliver Schmidt gesucht wird. Nach dem Antreten erfolgt um 18 Uhr der Marsch zusammen mit dem Musikverein Molbergen zum Dorfgemeinschaftshaus, wo das Königsschießen beginnen.
Jubiläumskaiser
Mit dem Hissen der Fahnen und einem Platzkonzert beginnt am Sonnabend, 13. Mai, 16.45 Uhr, bei der alten Schule das Festprogramm zum Jubiläum. Ab 18 Uhr startet das Adlerschießen um die Würde des Ermker Jubiläumskaiser. Der Abend endet mit einer Schützenfete mit „DJ Kay“.
Bereits um 13.45 Uhr auf dem Sportplatz antreten werden die Schützen am Sonntag, 14. Mai. Dazu haben bereits 14 Gastvereine ihr Kommen zugesagt. Auch Diözesanbundesmeister Bernhard Heidkamp und Bezirksbundesmeister Markus Hochgarz sowie Bürgermeister Witali Bastian sowie viele Persönlichkeiten aus Politik, Schützenwesen und Kirche haben ihre Teilnahme zugesagt. Nach der Inthronisierungsfeierlichkeiten für Kinderkönig und Kaiser geht es zusammen mit dem Musikverein Molbergen im Festumzug durch das Dorf. Für die Kinder ist eine Kinderbelustigung mit Geschicklichkeitsspielen vorbereitet. Während die teilnehmenden Vereine ihre Fahnenbänder erhalten, können alle Besucher den eigens entworfenen Jubiläumspin erwerben.
Um das Schützenwesen attraktiver für die Jüngeren zu machen, werden neben den Schützenfesten speziell für junge Leute ausgelegte Jungschützentage auf Diözesan- und Bundesebene ausgerichtet. Auch werden Wettkämpfe in verschiedensten Disziplinen veranstaltet, so Schießwettbewerbe und Fahnenschwenker-Wettbewerbe, wie zum Beispiel auch beim Jungschützentag 2022 des Diözesanverbands Münster in Ermke für Schützen zwischen 12 und 24 Jahren. In der Diözese Münster gibt es 196 Bruderschaften mit ihren rund 6000 Mitgliedern. Am stärksten vertreten sind die Bruderschaften am Niederrhein mit 135 Bruderschaften. Im Bezirksverband Oldenburg-Hümmling sind 24 Bruderschaften, die durch den Wahlspruch „Für Glaube, Sitte, Heimat“ verbunden sind, organisiert.
Inthronisierung
Der neue Jubiläumskönig mit seinem Thron steht am Montag, 15. Mai, im Mittelpunkt des Festes. Um 14 Uhr beginnt der Schützentag mit einem Gottesdienst im Festzelt. Nach dem Abmarsch zum Kriegerdenkmal mit der Gefallenen-Ehrung wird um 18.30 Uhr der Jubiläumskönig inthronisiert. Beim großen Festball im Zelt wird dann die Partyband „Just 4 You“ noch einmal aller Schützenfestfreunde zum Mittanzen und Mitfeiern animieren.
230 Mitglieder
Während der Jubeltage kann aber auch die rund 250 Seiten umfassende Vereinschronik erworben werden. Seit Monaten trägt der Chronikausschuss alles Berichtenswertes aus 175 Jahren Bruderschaftsleben mit inzwischen 230 Mitgliedern – jeder dritte Einwohner unterstützt die Bruderschaft – zusammen. Neben den Vorworten finden sich in der reich bebilderten Chronik Berichte zur geschichtlichen Entwicklung und zu Mitgliedschaften, in denen die Bruderschaft verwurzelt ist. Der Schwerpunkt liegt aber auf der Darstellung des Vereinslebens mit den Auflistungen der Vorstände seit der Gründung, der Präsides, der Fahnenträger, der Kinderkönige und Kinderkönigspaare, der Könige und Königspaare und der Schützenzüge. Erläutert werden auch die Fahnen und die Königskette sowie Schützenfest, Schießsportanlage und Dorfgemeinschaftshaus beschrieben. Zudem sind in der Chronik die Auszeichnungen verdienter Mitglieder dargestellt. Zum Chronikteam gehören Inge Thienel, Petra Olding, Edeltraud Garwels, Birgit Flerlage, Erwin Rump, Andreas Plate, Andreas Koopmann, Jürgen Henke, Günther Drees, Marcel Schnieders, Julian von Höfen und Hubert Garwels.
