Cloppenburg - Mit dem obligatorischen ersten Spatenstich haben Vorstandsmitglieder und Zugführer des Bürgerschützenvereins Cloppenburg am Dienstagabend die grundlegende Sanierung des Vereinsheims des Bürgerschützenvereins (BSV) und der Schießanlage an den Ambührener Tannen gestartet.
Als Gast war auch der frühere Hauptmann Dr. Jürgen Vortmann dabei, der mit dem früheren Bürgermeister und langjährigen BSV-Präsidenten Dr. Wolfgang Wiese das 750 000 Euro teure Projekt auf den Weg gebracht hatte.
Verzögerung
Eigentlich hatte der BSV bereits im Sommer vergangenen Jahres starten wollen, jedoch machte die seinerzeit noch fehlende Statik den Schützen einen Strich durch die Rechnung. Inzwischen – so BSV-Hauptmann Marc-André Donner – könne er der Verzögerung durchaus etwas Gutes abgewinnen.
Denn zuletzt seien die Baupreise wieder etwas gesunken, sodass man guter Hoffnung sei, mit dem vorgesehenen Kostenrahmen auszukommen. Bekanntlich steckt die Stadt als Eigentümerin der Immobilie 400 000 Euro in das Projekt. Darüber hinaus gibt es Förderungen vom Landkreis (100 000 Euro), vom Landes- beziehungsweise Kreissportbund (100 000 Euro), im Rahmen der Sportförderrichtlinien der Stadt (50 000 Euro) und von der N-Bank (10 000 Euro aus dem Fördertopf für Digitalisierung für die neue elektronische Schießanlage). Darüber hinaus muss der Verein 90 000 Euro an Eigenleistungen aufbringen. Bislang sind circa 20 000 Euro Spenden eingeworben worden: Hauptmann Donner hofft, dass der Betrag noch weiter steigt. Und für den Rest habe man eine Finanzierungszusage, „die am Ende so klein wie möglich ausfallen möge“.
Geld hat der BSV auch durch die Einrichtung der Planungsgruppe Umbau gespart, in der unter anderem ein Architekt und ein Bauunternehmer ehrenamtlich Planungs- und Umsetzungsleistungen erbringen.
Darüber hinaus haben die Vereinsmitglieder bereits einige Eigenleistungen erbracht: So sind die marode Heizungsanlage/Heizkörper und der Schießstand aus- beziehungsweise abgebaut worden. Zudem wurde das Inventar zusammengeräumt und zwischengelagert.
Für diesen Freitag, 19. Mai, ist noch ein letzter Arbeitseinsatz geplant, bevor ein Abrissunternehmen anrückt und das abgängige Dach entfernt. Nach der erfolgten Sanierung des Gebäudes, die bis März 2024 abgeschlossen sein soll, wollen die Schützen dann in Eigenregie ihre Vereinskneipe renovieren.
Gasheizung
Das neue Dach, gedämmte Wände und moderne Fenster sollen das Gebäude auf einen neuen energetischen Standard heben. Bis Ende des Jahres soll eine neue Gasheizung eingebaut sein. Eine Wärmepumpe als Alternative sei für den Verein – so Donner – nicht in Frage gekommen. Denn eine dafür nötige Photovoltaikanlage hätte man in der schattenreichen Waldlage nicht effizient betreiben können. Zudem wäre der Kostenrahmen dadurch gesprengt worden.
„Wir freuen uns, dass es jetzt losgeht. Zwischenzeitlich war es ja höchst fraglich, ob der Kostenrahmen in Anbetracht der gestiegenen Preise eingehalten werden kann“, erklärte Bürgermeister Neidhard Varnhorn, der mit seinem Amtsantritt im November 2021 satzungsgemäß auch das Präsidentenamt beim Bürgerschützenverein übernommen hatte.
