Schwichteler/Ilanz - Sie war eine Institution in der Gemeinde Cappeln und darüber hinaus. Schwester Cherubine, Dominikanerin, feierte am Sonntag ihr Diamantenes Ordensjubiläum im Mutterhaus Ilanz in der Schweiz. Verbunden mit ihrem Namen ist der Christinenhof Schwichteler, den sie mit großer Liebe und Leidenschaft geführt hatte und der zahlreichen Gästen während der Seminartage ein Zuhause gab.

Der Christinenhof war das Beleghaus des Bildungswerkes und bot darüber hinaus auch vielen Menschen, die innere Einkehr, Ruhe und Erholung suchten, eine ideale Möglichkeit. Allen wandte sich Schwester Cherubine mit ihrer Freundlichkeit und dem leicht schweizerdeutschen Akzent zu. Mangels Nachwuchses in Ilanz und fehlender Unterstützung der kleinen Bildungshäuser seitens der Kirche wurde der Christinenhof 2015 aufgelöst und Cherubine ins Mutterhaus zurückgerufen.

Cherubine ist voll in der Klostergemeinschaft integriert und hat zahlreiche Fortbildungen besucht, um als 82-Jährige noch der Klostergemeinschaft zu dienen. Zumal sie eine der jüngsten sei, wie sie selbst sagt. Sie ist eingesetzt in der Betreuung der älteren und zum Teil dementen Schwestern. Sie erledigt kleine Dienstleistungen in der Gemeinschaftshilfe wie z.B. Medikamentenausgaben und übernimmt auch noch den Nachtdienst.

Geboren in Havixbeck in Nordrhein-Westfalen kam Cherubine über ein Praktikum mit den Dominikanerinnen in Berührung. Im Alter von 17 Jahren stand ihr Entschluss fest, Dominikanerin zu werden. In Ilanz erlernte sie den Beruf der Krankenschwester, war in mehreren Krankenhäusern in der Schweiz tätig, bis sie 1989 den Christinenhof übernahm und dort bis zum Schluss ein Bildungshaus entstehen ließ, das seine ganz besondere Art hatte und von den Gästen als kleine Oase bezeichnet wurde.

„Ich bin gespannt, was Gott noch alles mit mir vorhat“, sagte sie im Vorfeld ihres Diamantenen Jubiläums. Sie dankt ihren Mitmenschen und den vielen Menschen, die sie unterstützt haben. Aus ihrer zweiten Heimat, dem Oldenburger Land, gratulieren Schwester Cherubines hiesige Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter.