Sedelsberg - Vor etwa einem Monat beherbergte das Tierheim Sedelsberg 90 Katzen – so viele Katzen hatten zuvor noch nie zeitgleich in der Einrichtung des Tierschutzvereins Friesoythe gelebt. Die Situation scheint sich jedoch zu entspannen. „Die Zahlen werden momentan geringer, aber es kommen immer noch neue Katzen hinzu“, sagt Madeleine Hoffmann, Leiterin des Tierheims, im Gespräch mit unserer Redaktion.
Momentan würden ungefähr 65 bis 70 Katzen im Tierheim leben, so Hoffmann. Zahlreiche Katzen sind in den vergangenen Wochen vermittelt worden und haben somit ein neues Zuhause gefunden. Doch es kommen immer neue hinzu. Allein am Freitagmorgen seien vier Stück im Tierheim abgegeben worden, berichtet die Leiterin.
Immer noch seien es insbesondere verwaiste Jungtiere, die den Weg ins Tierheim finden. Die jungen Kitten fangen gewöhnlich nach sechs Wochen an, zu laufen. Dann würden Passanten sie entdecken. Oder die Muttertiere seien überfahren worden, nennt Hoffmann einige Gründe.
Weiterhin ein Problem sind Leukose-Infektionen bei den Katzen. Der Virus, der auch Katzen-AIDS genannt werde, sei nicht heilbar. Man könne nur gesunde von kranken Tieren fernhalten, erklärt Hoffmann. Besonders Freigänger seien gefährdet. Daher appelliert die Tierheimleiterin an Katzenhalter, ihre Vierbeiner gegen das Virus impfen zu lassen. Außerdem rät sie dazu, Katzen, die draußen herumlaufen, kastrieren zu lassen. „Es werden sonst immer mehr Katzen“, sagt Hoffmann. Nur so lasse sich der Kreislauf aufhalten.
Während sich die Situation bei den Katzen etwas entspannt, nehmen die Zahlen bei anderen Vierbeinern zu. „Hunde bekommen wir momentan sehr viele rein“, sagt Hoffmann. Waren es Mitte Juli noch vier Hunde, von den denen zwei in der Zwischenzeit vermittel werden konnten, sind es derzeit sieben. Allein in der vergangenen Woche seien zwei Fundtiere abgegeben worden – darunter der erste Hunde, der in diesem Jahr ausgesetzt wurde. Denn ein Hunde würde sich nicht freiwillig an einer Autobahnausfahrt anbinden, sagt Hoffmann verärgert.
