Ramsloh - Die existenzgefährdende Situation für das Seelter Reptilienhuus aufgrund der hohen Energiekosten hat sich etwas entspannt – ist aber noch nicht endgültig abgewendet. Das berichtet Inhaber Florian Häselbarth im Gespräch mit unserer Redaktion. Nachdem der Gaslieferant im Sommer für Dezember eine Verdreifachung der Kosten angekündigt hatte, stand die Zukunft des kleinen Zoos im Saterland in Frage. Ohne staatliche Unterstützung sah Häselbarth keine Möglichkeit das Reptilienhuus noch kostendeckend weiterzuführen. Inzwischen habe sich jedoch durch die gestoppte Gasumlage und die angekündigte Gaspreisbremse die Lage etwas entspannt. Die Gaskosten würden sich wahrscheinlich „nur“ verdoppeln. „Damit ist eine akute Schließung vorerst aufgeschoben“, sagt Häselbarth. Dennoch sieht er derzeit keine Möglichkeit, ohne staatliche Unterstützung das Reptilienhuus so weiter betreiben zu können. Bislang passte der kleine Zoo jedoch in keines der bereits bestehenden Förderprogramme.
Die Gaskosten weiter zu senken, sei zudem nur schwierig möglich. Viele der Tiere, darunter Krokodile und Schlangen, seien auf ein tropisches Klima angewiesen, das gerade im Winter hohe Energiekosten verursache. Die Temperaturen zu senken, gefährde das Tierwohl, erklärt Häselbarth. Um dennoch etwas die Temperaturen im Tropenhaus reduzieren zu können, wird das Reptilienhuus in den nächsten Wochen mehrere Krokodile abgeben, die auf ein besonders warmes Klima angewiesen sind. Er wolle an der staatlichen Unterstützung nicht verdienen, betont Häselbarth. Er und sein Team betreiben den privaten Zoo ehrenamtlich. Ihm gehe es lediglich darum, dass die Mehrkosten aufgrund der gestiegenen Energiepreise kompensiert würden, damit das Reptilienhuus erhalten bleibe.
