Lastrup - Die Kosten für grundlegende Schwimmkurse (Seepferdchen-Kurse) im Hallen- beziehungsweise Naturerlebnisbad in Lastrup soll in Zukunft die Gemeinde Lastrup tragen. Zudem soll sie jedem Kursteilnehmer zehnmal den kostenlosen Besuch des Bades ermöglichen. Das empfahl der Ausschuss für Jugend, Soziales, Familie und Freizeit in seiner jüngsten Sitzung dem Gemeinderat zum Beschluss. Vorher warb Rita Moormann von der Ehrenamtsagentur Cloppenburg für eine stärkere Werbung und Nutzung der Ehrenamtskarte.
10-er Karte umsonst
„Immer wieder hören wir in den Sommermonaten Berichte über ertrunkene Menschen in Flüssen und Seen. Die DLRG hat im vergangenen Jahr zudem auf die negativen Konsequenzen der Corona-Pandemie hingewiesen“, verwies die CDU-Fraktion in ihrem Antrag auf Kostenübernahme auf den Bedarf für entsprechende Schwimmkurse. Geschlossene Bäder sorgten zusätzlich für eine größere Zahl an Nichtschwimmern. Im Kinder- und Jugendbereich spreche die DLRG sogar von ein bis zwei verlorenen Jahren, heißt es im Antrag. In der Folge habe die Zahl der Nichtschwimmer zugenommen. Neben der Kostenübernahme beantragt die CDU ebenfalls die kostenlose Bereitstellung einer 10er-Eintrittskarte je Kursteilnehmer. Damit soll es den Familien neben den Kursstunden ermöglicht werden, das Schwimmbad zu besuchen und die Fertigkeiten des Kindes zu verbessern und zu festigen.
Aktuell befinden sich nach Auskunft von Bürgermeister Michael Kramer 69 Kinder in einem Schwimmkurs. 153 Kinder stehen auf der Warteliste, davon 74 Kinder, die das Freischwimmerabzeichen erwerben möchten. Ein Teil der Kinder komme allerdings aus Nachbarkommunen. Nach kurzer Diskussion beschloss der Ausschuss, dem Rat zu empfehlen, allen Interessierten den Erwerb des Seepferdchen-Kurses zu finanzieren und bei Erfolg ihnen eine Zehnerkarte für das Bad zu überreichen.
Ehrenamt würdigen
Zuvor hatte Rita Moormann von der Ehrenamtsagentur Cloppenburg die Ehrenamtskarte vorgestellt. In Niedersachsen seien 3,2 Millionen Menschen freiwillig für das Gemeinwohl tätig. Die Niedersächsische Ehrenamtskarte sei eine attraktive Auszeichnung, um herausragendes Engagement zu würdigen. Voraussetzungen sei eine freiwillige gemeinwohlorientierte Tätigkeit ohne Bezahlung von mindestens fünf Stunden in der Woche beziehungsweise 250 Stunden im Jahr aus. Zum Zeitpunkt der Beantragung müsse das freiwillige Engagement bereits mindestens drei Jahre bestehen und es müsse fortgesetzt werden. Daher betrage die Geltungsdauer der Karte drei Jahre „Die Karte ist attraktiv. So gibt es landesweit 2300 Vergünstigungen – im Kreis Cloppenburg davon 118“, so Moormann.
Bürgermeister Kramer nannte die Ehrenamtskarte „ein tolles Projekt. Manche tun sich schwer, selbst einen Antrag zu stellen. Wenn niemand die Karte nutzt, ist es Bescheidenheit“, so Kramer, der darum bat, in den Vereinen für die Karte zu werben.
