Sevelten - Mit einer neuen Kantine und vier zusätzlichen Klassenräumen wartet nach Beendigung der Baumaßnahmen an der Grundschule Sevelten-Elsten nun der Standort Sevelten auf. „Damit wird der Schulstandort gestärkt und Sevelten für die Ganztagsschule fit gemacht“, sagte Cappelns Bürgermeister Marcus Brinkmann bei einem Pressetermin in den neuen Räumen.
Landkreis fördert
Die Erweiterung der Grundschule Sevelten-Elsten war nötig gewesen, da Ende 2018 die politische Entscheidung gefallen war, eine Ganztagsschule in Sevelten einzurichten, blickte Brinkmann zurück. Die Baukosten am Standort Sevelten betragen 1,6 Millionen Euro, der Landkreis fördert das Vorhaben mit 400 000 Euro. Die Kosten der Baumaßnahmen am Standort Elsten beliefen sich auf 230 000 Euro, erklärte der Bürgermeister.
Rund ein Jahr hat es gedauert, bis die Bauarbeiten abgeschlossen waren, berichtete Schulleiterin Wiebke Nickels. Im Oktober werden die Schüler aus Elsten, die seit Juli in Sevelten unterrichtet wurden, wieder zurück ziehen. Nickels lobte die Kinder für ihre gute Mitarbeit und die Mitarbeiter für ihr starkes Engagement während der Bauarbeiten.
„Der Spagat zwischen den Schulstandorten ist gelungen“, war auch Schulausschussvorsitzende Annette Ostermann überzeugt. Denn: Die Klassen 3 und 4 werden in Elsten unterrichtet, die Ganztagsschüler müssen jedoch nach Sevelten gebracht werden. Der Transport klappe aber gut.
Da die Baumaßnahmen nun abgeschlossen sind, können beide Schulstandorte nach den Herbstferien vollständig genutzt werden. Um einen guten Start zu unterstützen, steuerte die Gemeinde Cappeln eine Bücherspende über 500 Euro bei.
Man habe mit dem Neubau einen guten Übergang zum alten Gebäude – eine Symbiose – schaffen wollen, sagte Architektin Elisabeth Weber bei der Begehung der Räumlichkeiten. Neben neuen Garderoben wurden die Klassenzimmer mit Tablets und digitalen Tafeln ausgestattet. Zudem ist die Kantine mit abtrennbarer Gastroküche auch als Mehrzweckraum, z.B. für Förderunterricht, nutzbar. Weber war es sehr wichtig, ein angenehmes Raumklima durch viele Fenster und hohe Decken zu schaffen.
Optisch einheitlich
Im Schulgebäude in Elsten wurden Flure und Böden saniert, LED-Beleuchtung und Akustikdecken installiert sowie der Werkraum barrierefrei und ein Behinderten-WC gebaut, berichtete Weber weiter. Es wurde sich auch um eine optische Einheitlichkeit der Schulstandorte bemüht. Dadurch sei nun gut sichtbar, dass es sich um eine Grundschule handele, sagte Nickels.
