Landkreis Cloppenburg - WLAN bis ins Klassenzimmer, Smartboards statt Kreidetafel und Tablet statt Buch und Arbeitsblatt: Die Schulen im Landkreis Cloppenburg haben teilweise schon in Sachen digitaler Unterricht aufgerüstet. Aber das reicht noch nicht. Laut der neuen Digitalisierungsstrategie – Medienentwicklungsplan 2.0 sind noch einmal mehr als 26 Millionen Euro für die digitale Ausstattung von Schulen, Lehrern und Schülern bis zum Jahr 2025 notwendig.
Stand der Technik
Die Firma m2more stellte die Planungen nun ausführlich im Kreis-Schulausschuss vor. Dabei wurde deutlich, dass es wichtig sei, die bisher gute Ausstattung zu erhalten und fortzuschreiben. Außerdem könnten die kreiseigenen Schulen, wenn man sich an den Medienentwicklungsplan halte, auf dem Stand der Technik bleiben und zukünftig eine Vorreiterrolle einnehmen.
Es sei nötig, so Harald Melcher von der Berliner Firma, eine breite gesellschaftlich-technologische Entwicklung in den Schulen als eine neue Kernaufgabe abzubilden. Im Entwicklungsplan wird deutlich, dass beispielsweise der Ausbau des WLAN fortzusetzen ist. Perspektivisch sollte ein 1:1-Verhältnis zwischen Schüler und Endgerät angestrebt werden, wofür die Schulen bei einer Befragung mit einbezogen werden. Für die Finanzierung könnte ein Mietmodell durch die Eltern herangezogen werden, so ein Vorschlag. Auch alle Lehrkräfte benötigen diese Geräte, dafür gibt es unter anderem das Förderprogramm „Leihgeräte für Lehrkräfte“, das noch bis zum Ende des 1. Quartal 2022 abgerufen wird.
Die Ausstattung mit Smart-Boards sei bisher gut, es müssen in den den kommenden Jahren aber Ersatzbeschaffung im Hinterkopf behalten werden. Förderschulen und Gymnasien hätten außerdem Bedarf an einer Stundenplansoftware geäußert. Außerdem schlagen die Experten vor, die bestehenden Schul-Server auf- beziehungsweise umzurüsten. Das Medienzentrum (MZ) soll weiterhin medienpädagogische Beratung, Beschaffung und Ausleihe der Medien und Technik und die Betreuung der Netzwerke und Hardware übernehmen. In Kooperation mit dem MZ sollen die Lehrkräfte auf die pädagogische Konzeption und Anwendung vorbereitet werden. Es sollte nach Möglichkeit genügend geschulte IT-Experten für den Betrieb, Service und Support geben.
Förderung ungewiss
Ob die Schulen beziehungsweise Kommunen auch künftig vom Bund mit einem „Digitalpakt“ gefördert werden, sei noch nicht absehbar. Auch die konkreten Kosten für alle Maßnahmen können die Experten noch nicht konkret abschätzen.
Insgesamt sind aber 26,18 Millionen Euro an Kosten für die digitale Ausstattung bis 2025 kalkuliert. 4,89 Millionen Euro sollen dabei beispielsweise in Betrieb, Service und Support fließen. Für die Software sind in den vier Jahren 2,5 Millionen Euro kalkuliert.
Rund 1,9 Millionen Euro werden nach den Kostenschätzungen die Endgeräte für Schülerinnen und Schüler kosten.
