Jagdwesen und Natur sollten „den Menschen näher gebracht und die Bedeutung für die Region anschaulich verdeutlicht werden“, sagt der Naturschutzobmann des Hegerings Barßel, Heinz Hinderks. Vielen Menschen sei in der heutigen Zeit die heimatliche Tier- und Pflanzenwelt fremd geworden. Der Hegering Barßel hatte jetzt zu einer Exkursion durch das „Lange Moor“ in Harkebrügge eingeladen. Durch das Moor führte die Teilnehmer, darunter auch eine Reihe von Jägern, Hinderks, Naturschutzbeauftragter der Barßeler Weidmannschaft.
Auf dem Gang durch die Natur stimmten die Jagdhornbläser des Hegerings Barßel unter Leitung von Hermann Doßmann die Gäste mit Jagdsignalen ein. „In mehr als 5000 Jahren ist das Lange Moor, ein Moorstreifen zwischen Papenburg und Oldenburg, gewachsen. Es ist etwa neun Kilometer lang und bis zu vier Kilometer breit“, erläuterte Hinderks. Es grenzt an die Ortschaften Altenoythe, Harkebrügge und Edewecht. Das Lange Moor sei heute nur noch ein Hochmoorrest. Seit einigen Jahren werde hier kein Torf mehr abgebaut.
Nach dem Bau des C-Ports am Küstenkanal wurden etwa 33 Hektar als Ausgleichspool für den C-Port erworben. Als Vögel seien im Lange Moor Braunkehlchen, Dorngrasmücken, Goldammer und viele andere Arten heimisch, so der Naturschutzbeauftragte des Barßeler Hegerings. In den vergangenen Jahren sei auch der Kranich hier anzutreffen gewesen.
Beim gemeinsamen Waldspaziergang zeigten sich die Laubbäume in ihrem bunten „Herbstkleid“. Gut Zuhören war bei den Ausführungen des Naturschutzbeauftragten gefragt. Erfreut über den guten Verlauf der Exkursion zeigte sich auch Barßels Hegeringsleiter Rudi Schulte. „So können wir den Menschen die Natur nahe bringen“, meinte Schulte. Die Gäste waren von der Exkursion begeistert. Nicht wenige Stimmen wurden laut, die Veranstaltung 2015 erneut durchzuführen.
Die Mitarbeiter des Landkreises Cloppenburg ließen es sich nicht nehmen, ihren Landrat Hans Eveslage (CDU) bei seiner letzten Fahrt vom Heimatort Barßel zum Dienstort im Kreishaus Cloppenburg in einem Oldtimer abzuholen. Dafür hatte die Belegschaft einen Opel-Diplomat gechartert.
Der scheidende Landrat zeigte sich überrascht, als der Oldtimer vor seinem Haus anhielt und dort vom Personalratsvorsitzenden Klemens Sieverding und dem Ersten Kreisrat L udger Frische gebeten wurde, auf dem Vordersitz Platz zu nehmen.
„Die Überraschung ist gelungen“, meinte Landrat Eveslage, dessen Amtszeit, wie berichtet, am 31. Oktober offiziell endet.
