Barßel - Eigentlich müssten ja Bauzäune reichen, um einen Spielplatz abzusperren und um allen Mensch zu signalisieren, dass hier gerade nicht gespielt werden kann. Das dachte auch Barßels Bürgermeister Nils Anhuth (parteilos) – doch am vergangenen Wochenende wurden er und die Bauhof-Mitarbeiter eines Besseren belehrt. Gleich mehrere Eltern setzten sich mit ihren Kindern über solch ein Verbot hinweg und spielten auf dem Traumspielpark am Hafen, der gerade nach dem Aufbau eines neuen Großgerätes noch bis zum 26. Mai gesperrt ist.
Diskussion im Netz
Gleichzeitig wurde auch bereits am Wochenende in der Facebook-Gruppe „Barßel“ dieses Verhalten diskutiert. Dort berichtete eine Userin, dass sie am Wochenende „zig Eltern und Kinder“ trotz Absperrungen auf dem Spielplatz gesehen hätten. In der Gruppe entbrannte eine kontroverse Diskussion um dieses Verhalten mit mehr als 30 Kommentaren.
Am Montag äußerte sich der Bürgermeister dann per Videobotschaft bei Instagram und Facebook zu den Vorfällen. „Einige Ereignisse rund um den Traumspielpark in Barßel beunruhigen mich und machen mich auch ein Stück weit fassungslos“, sagt der Rathaus-Chef gleich zu Beginn des Videos. Der Spielplatz musste in den vergangenen Tagen gesperrt werden, da der neue Leuchtturm aufgebaut wurde und andere Geräte gewartet werden müssen. „Allerdings wurde diese Sperrung dutzendfach missachtet“, so der Bürgermeister. „Selbst wenn man direkt vor Ort eine Ansprache macht und sagt, dass das Ganze hier gerade gesperrt ist, dann bekommt man nur zu hören, dass Bauzäune ja auch nicht ausreichen würden, um das Ganze abzusperren. Ich dachte bisher immer, Bauzäune sprechen eine recht eindeutige Sprache“, so Anhuth weiter im Video.
Neue Sperrmaßnahmen
Die Vorfälle nimmt die Gemeinde jetzt aber zum Anlass, die Absperrungen im Traumspielpark noch zu verstärken und den Leuchtturm unter anderem noch mit Bretten unbegehbar zu machen. „Der Beton dort muss noch aushärten. Vor dem 26. Mai ist der neue Leuchtturm nicht bespielbar“, sagt der Bürgermeister. Erst dann, zum Kinderfest am Hafen, kann die neue Attraktion genutzt werden. Alle Eltern sind mit ihren Kindern laut Bürgermeister herzlich dazu eingeladen. Der übrige Traumspielpark kann laut Gemeinde höchstwahrscheinlich ab Freitag, 17. Mai, wieder bespielt werden.
