[SPITZMARKE]CLOPPENBURG - CLOPPENBURG/THI - Franz Hinners bleibt Vorsitzender der Cloppenburger Helfervereinigung des Technischen Hilfswerks. Als Ortsbeauftragter streicht er aber am 16. September dieses Jahres aus beruflichen Gründen die Segel. Der Wert der Berufungsurkunde, die ihm der Ex-Ortsbeauftragte Franz Kryst am vergangenen Freitagabend bei der Generalversammlung von THW und Helfervereinigung überreichte, wird also nur von kurzer Dauer sein, obwohl sie bis 2009 datiert ist. Hinners blickt im September auf eine 30-jährige Mitgliedschaft im THW zurück. Kryst überreichte weitere Berufungsurkunden an Sabine Junk (Jugendgruppenbetreuerin), Marko Lübbers und Christoph Berlin (Gruppenführer), Jürgen Blanke, Torsten Hemme und Rudi Czech (Truppführer), Stefan Hollah (Zugführer), Jochen Wylant (Gefahrgut), Johannes Grote (Ausbildungsbeauftragter und Prüfer für die Ausbildung) sowie an Waltraud und Helmut Blanke (Köche).

Den geschäftsführenden Vorstand der Helfervereinigung komplettieren neben Hinners Gerd Fangmann (Stellvertreter) und Schriftführer Ludger Prüllage. Auch die Beigeordneten Stefan Hollah und Dieter Göwert erhielten das Vertrauen der Mitglieder.

Sorgen macht sich das THW um den Nachwuchs. Bislang konnten Jugendliche, die nicht zur Bundeswehr wollten, auf einen Dienst für die Katatstrophenhelfer ausweichen. Sollte die Wehrpflicht abgeschafft werden, könnte es Probleme geben.

Probleme gab es auch mit der Helfervereinigung auf Landesebene, aus der die Cloppenburger ausgetreten waren. „Das war für mich ein Schlag ins Kontor", so Christian Schack, Vorsitzender der THW-Landeshelfervereinigung und Gast der Versammlung in der THW-Unterkunft. Hinners begründete den Austritt finanzpolitisch: 40 Prozent der entrichteten Beiträge seien für Versicherungen verwendet worden. Dadurch erhielten die Ortsverbände eine zu geringe Unterstützung.

Nachdem Schack die Vorteile für Mitglieder aufgezeigt hatte, stimmte das Cloppenburger THW schließlich einer neuen Mitgliedschaft mit Auflagen zu: Es werden nur neun Mitglieder gemeldet, und die Landeshelfervereinigung wird aufgefordert, ihre Finanzpolitik deutlich zu verbessern. Auf der nächsten Mitgliederversammlung werden diese Punkte überprüft.