[SPITZMARKE]CLOPPENBURG - CLOPPENBURG/EB - „Weltmeisterliche Preise“ sind bei der Zuchtvieh-Auktion der Weser-Ems-Union (WEU) am Dienstag in Cloppenburg erzielt worden. Der eh schon hohe Preis für abgekalbte Färsen wurde erneut gesteigert und lag im Schnitt bei 1456 Euro. Dabei wurde die 2000- Euro-Marke laut WEU „sensationelle 19-mal geknackt“. Auch die Jungrinder (543 Euro im Schnitt), Kuhkälber (466 Euro im Schnitt) und die Bullen (1250 Euro im Schnitt) brachten es auf gute Preise.

Mit 260 Färsen gab es einen ungewöhnlich großen Auftrieb für eine Sommerauktion, trotzdem konnte der Bedarf nicht gedeckt werden. Die Auslandsnachfrage, besonders aus Italien, ist nach wie vor sehr hoch. Auch Kunden aus Spanien und Ungarn waren nach Cloppenburg angereist. Die hohen Preise erfreuen laut WEU die Verkäufer. Der Nachteil sei, dass die einheimischen Käufer mit ihren oft eher moderaten Preisvorstellungen immer seltener zum Zuge kämen.

Das teuerste Tier dieser Auktion, eine Tochter des WEU-Topsellers Strunz von Heinrich-Wilhelm Cording aus Bissel, wurde für 2300 Euro einem süddeutschen Kunden zugeschlagen. Sie überzeugte durch ihre Harmonie, das fest angesetzte Euter und eine Einsatzleistung von 40 Kilogramm.

Die Kategorieen der Jungrinder und Kuhkälber wurden fast nur durch Bestandsaufgaben hiesiger Rinderzüchter beschickt. Die zwei teuersten Jungrinder, abstammend von Lubitz und Zunder, kamen von Heinrich Niemeyer aus Hemmelte. Sie wurden für je 750 Euro an Züchter aus dem WEU-Gebiet versteigert.

Bei den Kuhkälbern wurde der Höchstpreis von 550 Euro ebenso zweimal erzielt. Dabei handelte es sich um eine rotbunte Avanti-Tochter von Heinrich Middendorf (Bieste) und um eine elegante Cadon-Tochter von Heinrich Niemeyer (Hemmelte).

Der teuerste Bulle der Auktion wurde von Franz Thole (Cloppenburg) vorgestellt. Der „rahmige Reno2-Sohn von der Good-Luck-Tochter Ingrid VG 88“ erreichte ein Gebot von 1700 Euro.