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NWZonline.de Region Cloppenburg

Städte vor Problemen

11.07.2019

Die Mitglieder des „Netzwerkes Stadtmarketing im Nordwesten“ haben sich nun in Werlte getroffen. Dabei spielt das Thema „Verkaufsoffener Sonntag“ bei den Organisatoren dieser Veranstaltungen weiterhin eine große Rolle. „Das neue Gesetz lässt immer noch viele Frage offen. Es gibt keine einheitliche Linie“, hieß es auf dem Treffen, das im Trailer-Forum des Fahrzeugwerks Krone in Werlte organisiert wurde. Mit dabei waren auch Lena Kessen und Hubert Kulgemeyer von der Cloppenburg Marketing (CM), Sandra Brinkmann vom Cloppenburger Stadtmarketing und Jörn Willen vom Löninger Stadtmarketing.

Das „Netzwerk Stadtmarketing im Nordwesten“ wurde im Januar 2016 mit dem Ziel gegründet, ein Forum für den Praxis-Austausch untereinander zu schaffen. Inzwischen gehören dem Zusammenschluss mehr als 20 Stadtmarketingorganisationen aus dem Gebiet zwischen Varel, Nordhorn, Nordenham und Damme an. Obwohl ganz unterschiedlich organisiert, finanziert und aufgestellt, treibt doch alle die Sorge um, in diesen für den Einzelhandel extrem schwierigen Zeiten die Innenstädte weiterhin attraktiv zu halten.

Neben dem aktuellen Entwurf zur Regelung der verkaufsoffenen Sonntage stand diesmal auch der Referentenentwurf des Bundesfinanzministeriums zur Änderung der steuerlichen Vorschriften des Einkommenssteuergesetzes im Fokus. In seiner aktuellen Fassung würde der Vorschlag eine grundsätzliche Änderung der Steuerfreiheit des Sachbezugs für Arbeitgeber, Arbeitnehmer und Kommunen zur Folge haben. Hiervon wären auch sämtliche Städtegutscheine und Citykarten betroffen, während globale Internethändler von dem Vorhaben sogar profitieren dürften.

Eine Realisierung des Referentenentwurfs in aktueller Fassung hätte zur Folge, dass kleinere und mittelständische regionale Händler weiter geschwächt würden. Die einsetzende Spirale äußere sich in der Konsequenz nicht nur in dem Risiko von Arbeitsplatzverlusten und einem weiteren „Ladensterben“ in den Innenstädten, Qualitäts- und Attraktivitätsverlust der Innenstädte, ausfallenden Investitionen bei Immobilien, sondern erfasse dann auch das Gemeinwesen, heißt es nach dem Treffen in einer Pressemitteilung.

Die Experten vor Ort waren sich einig, dass es hier einer gemeinsamen Vorgehensweise bedarf und die Innenstädte durch diese Gesetzte nicht weiter geschwächt werden dürften. Im Anschluss gab es eine Stadtrundfahrt durch das Gewerbe- und Industriegebiet der Stadt sowie in die neugestaltete Mitte, wo sich die Gäste bei einem kleinen Rundgang ein Bild von der Werlter Innenstadt machen konnten. Das nächste Netzwerktreffen ist in Leer.

Ausflug nach Südafrika

Über seine Arbeit hat Pater Joe aus der Diözese Aliwal in Südafrika nun an der Cloppenburger Marienschule berichtet. Er hat die Nachfolge von Schwester Tharsilla angetreten, mit der er auch schon in der Afrikahilfe zusammengearbeitet hatte. Die Oberschule ist seit Jahren mit diesem Projekt verbunden. Als Ordensschwester war Tharsilla im Alter von 26 Jahren aus dem Landkreis Cloppenburg nach Afrika gegangen, um den Menschen zu helfen, bis sie im Jahre 2014 dort 84-jährig verstarb. Durch diese Frau erhielten Menschen, die bis dahin nur in Wellblechhütten gelebt hatten, ein Haus.

Pater Joe, der mit drei Verwandten der Ordensschwester gekommen war, führt nun diese Arbeit fort. Inzwischen ist der Verein Kinder für Kinder – „children for children e.V.“– gegründet worden. Die Organisation stattet bedürftige Kinder mit Schulkleidung aus, verteilt einmal am Tag Nahrung und vermittelt jungen Menschen Fähigkeiten aus dem handwerklichen Bereich zum Beispiel Mauern oder Schweißen.

Außerdem werden die afrikanischen Jugendlichen in ihren Fähigkeiten gestärkt und verkaufen anschließend diese Produkte, um dafür wiederum Nahrung zu erwerben. Da es in Afrika sehr viel Plastikmüll gibt, werden die jungen Leute angehalten, diesen zu sammeln oder ihn zu Matten, Seilen und Taschen zu verarbeiten.

Abschließend zeigte Pater Joe noch einen Film, der Schwester Tharsilla und ihr Lebenswerk vorstellte. Sie sah ihre Aufgabe darin, für die Menschen da zu sein und mit ihnen zu arbeiten. Dieses Projekt setzt nun Pater Joe mit Leidenschaft und Liebe fort.

Zum Ende der zwei Schulstunden waren die Marienschüler von den Stühlen aufgestanden und standen im Kreis um den Pater, der gemeinsam mit ihnen tanzte und dazu sang. Danach lud er alle Jugendlichen ein, nach Südafrika zu reisen und sich vor Ort anzuschauen, was man mit Liebe und Leidenschaft alles bewegen kann.

Europa auf Stundenplan

Im Friedenssaal des historischen Rathauses in Osnabrück nahmen der Leiter der Berufsbildenden Schulen (BBS) am Museumsdorf, Günter Lübke, und dessen Kollege Dietmar de Vries (verantwortlich für Schulpartnerschaften) in Anwesenheit des Mitglieds des Europäischen Parlaments Tiemo Wölken die Urkunde als Europaschule entgegen.

Europaschulen vermitteln ihren Schülern umfassendes Wissen über die europäische Kultur und bereiten sie auf das Leben und Arbeiten im vereinten Europa vor. Der Auszeichnung war ein aufwendiges Evaluationsverfahren vorausgegangen, in welchem die Schule ihren Einsatz in diesem Bereich hatte nachweisen müssen.

Um interkulturelle Kompetenzen zu fördern, entsenden die BBS am Museumsdorf jährlich zwischen 20 und 25 Jugendliche über das Programm „Erasmus+“ ins europäische Ausland – vor allem angehende Kaufleute, Erzieherinnen und Altenpflegerinnen.

Dem Aufbau und der Pflege internationaler Kooperationen kommt dabei eine Schlüsselstellung zu. So existieren zum einen Partnerschaften mit Schulen in den Niederlanden, Polen, Spanien und Dänemark. Zum anderen pflegen die BBS die enge Zusammenarbeit mit ihrem Netzwerk aus aufnehmenden Einrichtungen (z.B. Unternehmen, Kindergärten und Krankenhäuser) in Schweden, Dänemark, Ungarn, Polen, den Niederlanden, Belgien, Großbritannien und Spanien.

Seit vielen Jahren vermittelt die Schule Praktikumsplätze in diese Länder und entsendet Auszubildende ins europäische Ausland. In den Zusatzqualifikationen „Kauffrau-/Kaufmann für internationale Geschäftstätigkeit“, „Ausbildung.plus“ und „IHK-Fachkraft Im- und Export“ sind Auslandsaufenthalte sogar obligatorisch.

Zuletzt hatten die BBS am Museumsdorf anlässlich des „EU-Projekttages 2019“ zahlreiche Veranstaltungen organisiert – unter anderem eine Podiumsdiskussion mit Dr. Johannes Lis, Büroleiter des Europa-Abgeordneten Jens Gieseke, zum Thema Umweltpolitik.

Die BBS am Museumsdorf sind bereits seit 2011 „Europaschule“ und seit 2014 „Europaschule in Niedersachsen“. Nach fünf Jahren musste die Auszeichnung nun erneut beantragt werden.

Blick nach vorne

Der SPD-Unterbezirk Cloppenburg hat auf seiner Vorstandssitzung nun die Ergebnisse der Europawahl reflektiert. Die Ergebnisse seien für eine Volkspartei wie die SPD eine Katastrophe, schreibt der Unterbezirks-Vorsitzende Detlef Kolde nach dem jüngsten Treffen.

Die steigende Wahlbeteiligung habe sich nur bei den kleineren Parteien als realer Gewinn widergespiegelt. So verlor die SPD im Landkreis 2605 Stimmen. Die kleinen Parteien und hier insbesondere die Grünen sind auch im Landkreis Cloppenburg die absoluten Wahlgewinner. Die Stimmenzuwächse sind schon sehr deutlich und haben Signalwirkung: Grüne verzeichneten ein Plus von 7537 Stimmen, die Zustimmung zur AfD wuchs um 2716 Wähler.

„Insgesamt kann man sagen, die SPD ist noch mit einem blauen Auge im Landkreis Cloppenburg davongekommen. Wir werden uns jedoch nicht zurücklehnen und den Kopf in den Sand stecken, sondern wir werden uns mit diesem Wahltrend auch nachhaltig beschäftigen“, so Kolde weiter.

Erste Konsequenzen wurden beim Treffen schon konkret angedacht. So sollen zukünftig die Ortsvereine noch mehr in die politische Arbeit auf Kreisebene eingebunden werden. Weiter wurde ein dreiköpfiges Planungsteam bestimmt, um mit themenreichen Schwerpunkten eine Klausurtagung vorzubereiten.

Alle Mandatsträger sollen enger verzahnt arbeiten, die Mitglieder informieren und sozialdemokratische Ziele formulieren, weil die SPD hier auch weiterhin davon überzeugt ist, dass sie als starke Oppositionspartei im Cloppenburger Land benötigt wird.

Die Sozialdemokraten gratulierten ihrem SPD-Kandidaten Tiemo Wölken zum erfolgreichen Wiedereinzug in das Europäische Parlament. Bei der Versammlung in Cloppenburg war auch der SPD-Politiker Ulf Prange, Landtags-Abgeordneter aus Oldenburg, dabei. Er berichtete aus seiner politischen Arbeit in Hannover und sagte seine Unterstützung zu, dass die SPD des Landkreises Cloppenburg auch in Hannover mehr Gehör finden wird.

In den Gesprächen über die Bundespolitik bei dem Treffen kristallisierten sich mehrere Ansichten heraus, von einer Doppelspitze, aber auch von einem deutlichen Verjüngungsprozess war hierbei die Rede. Viele in der Runde waren der Ansicht, dass die oder der neue Bundesvorsitzende aus der sogenannten zweiten politischen Reihe kommen müsse. So wurde auch Umweltminister Olaf Lies ins Spiel gebracht? Der Unterstützung seitens der SPD im Landkreis Cloppenburg könne er sich dabei sicher sein, hieß es.

Beauftragte gewinnen

Zu einem Treffen hatte nun Elisabeth Hermes vom Seniorenstützpunkt des Landkreises Cloppenburg alle Seniorenvertretungen des Landkreises eingeladen. Die Seniorenvertretungen sind Bindeglied zwischen älteren Bürgern und dem Rat bzw. der Verwaltung der Kommune.

Im Landkreis gibt es Seniorenbeiräte in Barßel, Cloppenburg und Saterland, einen Seniorenbeauftragten in Garrel und ein Seniorenservicebüro in Essen. Hermes unterstützt eine gute Vernetzung der bereits tätigen Seniorenvertretungen untereinander und mit dem Seniorenstützpunkt. Ziel der Vernetzung sei es, die Bevölkerung des Landkreises über die aktuelle Situation und die besonderen Probleme der älteren Mitbürger zu informieren und Handlungsempfehlungen für den Landkreis Cloppenburg und die kreisangehörigen Kommunen zu seniorenrelevanten Themen zu erarbeiten.

Gemeinsam wollen die Aktiven Interessierte aus weiteren Kommunen zur Gründung von Seniorenbeiräten unterstützen. Wer Interesse hat, kann sich bei Elisabeth Hermes im Seniorenstützpunkt unter Telefon   0 44 71/ 15-872 informieren.

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