Stapelfeld - „In wahrhaft unsicheren Zeiten legen wir das bislang umfangreichste Programm der Katholischen Akademie Stapelfeld vor.“ Willi Rolfes, Geschäftsführender Direktor, schaut gemeinsam mit seinem Team optimistisch in die Zukunft – auch oder gerade weil die vergangenen eineinhalb Jahre schwierig für die Katholische Akademie mit ihren 84 Mitarbeitern war.
Thema „NeuGier“
188 Seiten umfasst das neue Jahresprogramm unter dem Thema „NeuGier“, das an diesem ersten Adventssonntag mit dem Beginn des Kirchenjahres startet. 440 Veranstaltungen sind gebündelt in elf Themengebieten: Philosophie; Religion, Glauben und Theologie; Bildende Kunst; Theater, Märchen, Plattdeutsch; Musik; Natur, Ökologie, Schöpfung; Politik und Gesellschaft; Kommunikation und Qualifikation; Familien und Lebensphasen; Sterben, Tod, Trauer; Studienreisen.
„Seit wir Anfang Juni wieder öffnen durften, haben wir einen großen Hunger nach Austausch und menschlichen Begegnungen gespürt“, blickt Rolfes zurück. Und genau diesen Markenkern möchte die KAS bewahren. „Wir sind bis Ende 2024 faktisch ausgebucht“, so der Geschäftsführender Direktor. Groß-Veranstaltungen möchte die KAS aber erstmal nicht anbieten und hat sie terminlich weiter hinten im Jahr 2022 angesetzt. Ebenso werden weniger Tagesseminare angeboten. In der Akademie gilt die 2G-Regel.
Außerdem sind die Zeiten so getaktet, dass beispielsweise beim Essen keine großen Menschenmengen auflaufen. Veranstaltungen im Forum werden von vornherein von 300 auf 80 Menschen beschränkt. Auf den Gängen werden Masken getragen, und es wird auf den Abstand geachtet. „Auch wenn wir mehr machen könnten unter 2G-Bedingungen, müssen die Gäste ein Gefühl der Sicherheit haben“, sagt Dr. Martin Feltes, Pädagogischer Direktor.
Neun Monate zu
Insgesamt war die Akademie in den vergangenen eineinhalb Jahren neun Monate geschlossen. Das erste Halbjahresprogramm vom 1. Advent 2020 bis Mitte/Ende Mai 2021 konnte überhaupt nicht umgesetzt werden, sagt Rolfes. Viele Veranstaltungen mussten verschoben oder umorganisiert werden, sodass den Mitarbeitern der zwei- bis dreifache Aufwand entstand. In der Zeit des Lockdowns habe man viel nachgedacht und die Akademie zukunftsfähiger machen wollen. Das Problem: Der Mehraufwand kostet mehr Geld und das bei schlechteren Einnahmen durch die Schließung.
Deswegen ist die KAS der katholischen Kirche beziehungsweise dem Offizialat dankbar für die Unterstützung. Die Preise werden auf absehbare Zeit – auch trotz steigender Energie- und Lebensmittelpreise – für Seminare nicht steigen. Man wolle weiterhin Angebote für die Mitte der Gesellschaft leisten.
