Hannover/Löningen - Wasser ist ja ihr Element. Wobei ihr Seen und Flüsse eher zusagen als Pfützen. Dennoch hat Para-Sportlerin Tina Deeken aus Löningen beim Silvesterlauf in Hannover der Versuchung widerstanden, in die Leine einzutauchen, und sich stattdessen auf den Weg durch Regen und Matsch auf der Strecke neben dem Fluss gemacht. In ihrem Rennrollstuhl nahm sie die 7,7 Kilometer zusammen mit Begleitläuferin Heike Werner in Angriff. „Ich bin – glaube ich – durch jede Pfütze auf der Laufstrecke gerollt, so war das Ganze auch eine kleine Schlammschlacht“, sagte die eigentliche Schwimmerin lachend, nachdem sie in 40:31 Minuten den sechsten Platz ihrer Altersklasse AK45 und den 27. Rang der Frauenkonkurrenz insgesamt belegt hatte.

Nicht alleine an der Leine – das war schon gut so. Schließlich gab es entlang des Flusses immer wieder kleine Anstiege und Abfahrten zu bewältigen. „Da musste mich Heike im Rolli tatsächlich etwas abbremsen“, berichtete die in Hannover als Förderschullehrerin tätige Deeken. Nass geworden sind sie und die mehr als 300 anderen Teilnehmer dennoch. Das wird sich für Tina Deeken, über die jetzt ein Audio-Beitrag auf der Internetseite des Deutschlandfunks Kultur zu hören ist, auch in Samoëns nicht vermeiden lassen. Ab Mittwoch, 11. Januar, geht es in Frankreich schließlich wieder um Weltmeisterschafts-Titel im Eisschwimmen. Und als siebenfache Titelträgerin des Vorjahres will sie in den Savoyer Alpen wieder hoch hinaus...

Steffen Szepanski
Steffen Szepanski Redaktion Münsterland (Lokalsport)