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STERNSINGER Kaum einer will sein Gesicht schwärzen

Die Buchstaben- und Zahlenkombination bedeutet „Christus segne dieses Haus“. In Petersdorf waren 35 Kinder unterwegs.

Von Nikola Nording

und Thomas Haselier

Petersdorf/Friesoythe/Altenoythe/Kampe

– „C+M+B+06“ – das schrieben auch in diesem Jahr wieder die Sternsinger an jedes Haus. Die Buchstaben C+M+B stehen für die Worte „Christus mansionem benedicat“, was bedeutet „Christus segne dieses Haus“. Sternsingen ist die weltweit größte Hilfsaktion von Kindern für Kinder. In Deutschland ist sie geregelt durch eine von der Bischofskonferenz erlassene Ordnung für die Aktion Dreikönigssingen.

Weit verbreitet ist die Annahme, dass diese drei Buchstaben für die Namen der Sterndeuter stehen. Es ist aber nur Zufall, dass die Könige aus dem Morgenland Casper, Melchior und Balthasar dieselben Anfangsbuchstaben haben. Dies wissen auch die 35 Kinder aus Petersdorf, die sich in diesem Jahr als Sternsinger gemeldet hatten. Das Sternsingen erfreut sich großer Beliebtheit in einer großen Altersspanne. In diesem Jahr sangen Kinder zwischen fünf und 15 Jahren mit. Aus ihnen wurden zehn Gruppen gebildet. Sabine Sprock übte mit den Kindern die Texte ein, während regina Potthast, Agnes Brinkmann und Andrea Teich-Nagel sie mit den passenden Gewändern ausstattete.

Am Sonntag nach der Erscheinung des Herrn, der im Volksmund auch Heilige Drei Könige genannt wird, zogen sie durch die Straßen zu den Familien. Zuvor wurden sie im Hochamt von Pastor Norbert Bleker gesegnet und beauftragt, den Segen ins Dorf mitzunehmen.

Bereits am Vortag waren eine Gruppe aus Petersdorf und eine Gruppe aus Bösel nach Vechta gefahren. Dort wurden sie vom Weihbischoff Heinrich Timmerevers im Rahmen des Neujahrsempfangs begrüßt und sangen ihm dort ihr Sternsingerlied vor. Weihbischoff Timmerevers hatte die Gruppen wegen der Fusion der Böseler Gemeinden eingeladen.

Bei einer Außentemperatur um den Gefrierpunkt trugen sie alle warme Kleidung unter ihren selbst genähten Gewändern. Auch die Kronen waren selbst gebastelt. Zur Ausstattung gehörte auch ein mit Goldpapier beklebter Holzstern.

Immer wieder heiß diskutiert unter den Kindern ist die Frage, wer den dunkelhäutigen König Caspar darstellen muss. Denn dessen Maske ist ist durch das nicht immer angenehme Schwärzen des Gesichtes, das eine anschließende intensive Reinigung erfordert, am aufwändigsten.

Die Sternsinger bekommen häufig nicht nur Geld für das Kinderhilfswerk Aachen, für das sie in jedem Jahr sammeln, sondern auch oft Süßikeiten und Schokoladen für ihre Dienste. Dafür lohnt es sich, auch schon mal in der Kälte zu stehen.

Die beachtliche Summe von 12 393,79 Euro sammelten am Sonntag die Sternsinger in Friesoythe. Das ist zwar etwas weniger als im Vorjahr, als das Geld für die Opfer der Tsunami-Katastrophe gesammelt wurde. Dennoch freute sich die St.-Marien-Gemeinde über die große Spendenbereitschaft in der Bevölkerung.

Auch in Altenoythe und Kampe meldeten die Sternsinger Erfolg. In der Gemeinde St. Vitus Altenoythe waren 45 Sternsinger unterwegs. Sie kamen mit 4101,72 Euro zurück. Die 33 Sternsinger in der kleineren St.-Josef-Gemeinde Kampe brachten es auf 2213,21 Euro.

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