Kommentar von Peter Linkert „Jubel über Turnhalle“ (NWZ  vom 26. Juni)

Der Kommentar bedient die üblichen Klischees der Meinungsmache: Die Wählergemeinschaft (Löningen, Anm. der Redaktion) betreibt „Totalopposition“. Es geht ihr „ums Prinzip“. Sie hat für „Kinder und Sport“ nichts übrig. Die Fakten sehen aber völlig anders aus.

Nachweislich hat sich die Wählergemeinschaft stets für eine Turnhalle an der Gelbrinkschule eingesetzt.

Selbst die Einrichtung der Verlässlichen Grundschule an diesem Standort geht auf einen Antrag der Wählergemeinschaft zurück.

Ebenso verhält es sich mit der Erhöhung der Zuschüsse an Sportvereine. Sie ist einer hartnäckigen Initiative der Wählergemeinschaft zu verdanken.

Wenn nun angeblich die Stadt Löningen kein Geld für den Bau einer Sporthalle hat und jetzt mit „Paten“ um Spenden geworben wird, sollte sich zumindest jeder Steuerzahler fragen, warum die Stadt vor 25 Jahren eine intakte mehrklassige Schule für rund eine halbe Million Euro an einen großen Betrieb veräußerte. Im Gegenzug dazu mussten nämlich bis heute mehrere Millionen Euro aus öffentlichen Mitteln aufwendet werden, um diesen Verkauf überhaupt erst einmal halbwegs an der Gelbrinkschule ausgleichen zu können.

Ist diese Art und Weise der Firmen-Förderung zu Lasten optimaler Bildungsstätten wirklich ein Grund zum Jubeln? Wir haben erhebliche Bedenken.

Bernd Lämmermühle     Bernd Stegemann Löningen