Navigation überspringen
nordwest-zeitung
Abo-Angebote ePaper Newsletter App Prospekte Jobs Immo Trauer Shop

Cloppenburger Krankenhaus Stiftungsvorstand: „Wir wollen und werden die Geburtshilfe am Leben halten“

Der Kreißsaal am Cloppenburger Krankenhaus ist derzeit nur eingeschränkt geöffnet.

Der Kreißsaal am Cloppenburger Krankenhaus ist derzeit nur eingeschränkt geöffnet.

dpa

Cloppenburg - Klares Bekenntnis zur Geburtshilfe am Cloppenburger St.-Josefs-Krankenhaus: „Wir wollen und werden die Geburtshilfe am Leben halten“, sagte Ulrich Pelster, Vorstandsvorsitzender der Schwester-Euthymia-Stiftung im Gespräch mit unserer Zeitung. Krankenhausgeschäftsführer Andreas Krone betonte: Es sei oberste Priorität, dass der Kreißsaal wieder rund um die Uhr geöffnet werde.

Weiteres Personal

Krone bemüht sich um weiteres Personal für die Geburtshilfe: Zwei bevorstehende Neueinstellungen, wenngleich in Teilzeit, könnten erste Entlastung bringen, zudem setzt die Klinik auf die Anwerbung von Fachkräften aus dem Ausland. Dabei geht es auch um eine bessere Bezahlung. Die Hoffnung ist, ab September die Schließung des Kreißsaals am Wochenende wieder aufheben zu können, möglicherweise aber teilweise ohne Zweitbesetzung. Eine Garantie dafür vermochte Pelster allerdings nicht zu geben.

Ulrich Pelster

Ulrich Pelster

Das Krankenhaus hatte die eingeschränkten Öffnungszeiten mit dem Mangel an Hebammen begründet, aber auch bemängelt, dass Leistungen der Geburtshilfe nicht ausreichend finanziert seien. Die Personalsituation hatten zuletzt Langzeiterkrankungen, Schwangerschaften, aber auch Kündigungen verschärft.

Krone stellte im Gespräch auch klar, dass die Situation nach wie vor nicht einfach sei: Zwei Hebammen seien noch in der Ausbildung. Durch die Umstellung der Ausbildung auf einen Bachelorstudiengang „Hebammenwissenschaft“ – das Cloppenburger Krankenhaus arbeitet dabei mit der Hochschule Osnabrück zusammen –, und die Schließung der Hebammenschulen fehlten in den nächsten Jahren Absolventen, machte Wilfried Schlotmann, Pflegedirektor am Cloppenburger Krankenhaus, deutlich.

Bundesweites Problem

Die Schließung von Kreißsälen sei ein bundesweites Problem, so Pelster. In den vergangenen zehn Jahren habe sich die Zahl der Geburtskliniken beinahe halbiert. Der Mangel an Hebammen sei eines der größten Probleme dabei. Auf die Frage nach der von der Kreis-SPD ins Spiel gebrachten Teilkommunalisierung verwies Pelster auf den Stiftungsrat, der sich mit dem Thema befassen müsse. Er selber sei aber skeptisch. Gleichwohl lobte Pelster den Landkreis Cloppenburg für sein finanzielles Engagement bei den Investitionskosten.

Gerüchten nach Einschnitten im Cloppenburger Krankenhaus trat Pelster entgegen: „Der Standort Cloppenburg steht nicht zur Disposition“, so der Stiftungsvorstand, der auf die „Leuchttürme“ Gefäßchirurgie und Orthopädie verwies. Die Eigenversorgungsquote von 55 Prozent im Einzugsgebiet. „Es wäre schön, wenn wir diese gemeinsam erhöhen könnten.“

Reiner Kramer
Reiner Kramer Redaktion Münsterland (Stv. Leitung Cloppenburg/Friesoythe)
Themen
Artikelempfehlungen der Redaktion
Analyse
Am Sonntag, 26. Juni,  war in Thüringen über Landräte, Oberbürgermeister, Bürgermeister sowie über Kreistage, Stadt- und Gemeinderäte abgestimmt worden. Nun stehen Stichwahlen vor der Tür.

STICHWAHLEN IN THÜRINGENS KOMMUNEN IM JUNI „AfD neben der CDU sozusagen die Volkspartei“

Mey Dudin Büro Berlin
Nach einer Fahrt unter Cannabiseinfluss ist der Führerschein weg. Durch das Cannabisgesetz ändern sich aber nicht nur die Blutwerte, ab denen die Fahrerlaubnis entzogen wird, sondern auch, wie man sie zurückbekommt. Der Fachdienst Straßenverkehr des Landkreises Wesermarsch erklärt, warum Kiffer nicht mehr zur MPU müssen (Symbolbild).

FÜHRERSCHEINENTZUG NACH CANNABISKONSUM Kiffer müssen nicht mehr zwingend einen „Idiotentest“ ablegen

Tim Rosenau
Brake
Das Café und Bistro „de Mood“ an der Schlachtstraße in Jever: Hier am Brunnen ist es an Himmelfahrt zu rassistischem Gegröle gekommen.

GEGRÖLE WIE AUF SYLT Café-Inhaberin aus Jever nach rassistischem Vorfall enttäuscht von Polizei

Svenja Gabriel-Jürgens
Jever
Ein Song von DJ Gigi D’Agostino wird derzeit von rechten Kreisen umgedichtet.

DISKUTIEREN SIE MIT! Partysong „L’amours toujours“ auf Feiern verbieten, um rechtes Gegröle zu verhindern?

Annika Schmidt
Oldenburg
Im November 2023 brannten auf dem Parkplatz an der Kirchstraße/Pottbackerslohne in Norden in der Nacht vier Autos aus.

FAMILIÄRE STREITIGKEITEN ALS MOTIV Polizei gelingt Ermittlungserfolg im Fall der Autobrände in Norden

Aike Sebastian Ruhr
Norden