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Straßenbeleuchtung in Barßel Intelligente Lampen sind zu teuer

Eine intelligente Straßenbeleuchtung, zum Beispiel könnte sie hier an der Ankerstraße in Elisabethfehn installiert werden, wird es in Barßel vorerst nicht geben.

Eine intelligente Straßenbeleuchtung, zum Beispiel könnte sie hier an der Ankerstraße in Elisabethfehn installiert werden, wird es in Barßel vorerst nicht geben.

Heiner Elsen

Barßel - Das Prinzip zeigt eigentlich ganz simpel die Einsparung: Wenn sich jemand in der Nähe bewegt, geht die Lampe an, wenn nicht, geht sie aus. So verhält sich eine intelligente Straßenbeleuchtung. Auf Antrag der CDU-Fraktion durch Elisabeth Abeln wurde die Verwaltung der Gemeinde Barßel beauftragt, zu prüfen, ob die Installation so einer intelligenten Straßenbeleuchtung in Barßel möglich wäre. Das Ergebnis wurde am Mittwochabend in der Sitzung des Ausschusses für Straßenbau und Verkehr im katholischen Pfarrheim in Barßel vorgestellt.

Mehrere Contra-Gründe

Kurz gesagt: Intelligente Straßenbeleuchtung in Barßel ist schlichtweg zu teuer. „Die Kosten für eine derartige Anlage sind sehr hoch, sodass eine Amortisation nicht oder nur nach sehr langer Zeitdauer erfolgt“, sagte Heinz-Georg Coners aus dem Bauamt. Er verdeutlichte diese Tatsache mit einer Beispielrechnung: Elf LED-Lampen, wie sie bisher an Barßeler Straßen verbaut werden, kosten 3630 Euro, elf Lampen mit der entsprechenden intelligenten Technik 7941 Euro. Ebenfalls wäre das Einsparpotenzial zurzeit noch sehr gering. „Und durch das häufige An- und Abschalten wird auch die Lebensdauer der Lampen verkürzt“, so Coners weiter. So lautete auch der von der Verwaltung vorgeschlagene Beschlussvorschlag, aus wirtschaftlichen Gründen auf die Einrichtung einer solchen Beleuchtung zunächst zu verzichten. „Falls die Technik besser wird und die Preise sich verändern, wollen wir dies erneut gerne prüfen“, so Coners weiter.

„Gegen Intelligenz kann man ja erstmal nichts haben. Aber nach der Prüfung können wir gut nachvollziehen, dass so eine Anschaffung zurzeit nicht darstellbar ist“, sagte Hans Eveslage (CDU) während der Sitzung. Auch er sprach sich für eine erneute Prüfung zu einem späteren Zeitpunkt aus. „Vor dem Hintergrund spielt aber auch das Thema Lichtverschmutzung eine wichtige Rolle. Der Himmel ist vielerorts nachts zu hell erleuchtet, so dass viele Tiere aus ihrem Lebensraum gedrängt werden“, so Eveslage weiter. Hubert Niemeyer von der Bürgerfraktion konnte den Ausführungen der Verwaltung und der CDU ebenfalls zustimmen. „Die Ausführungen haben uns auch überzeugt“, sagte Heino Willhaus von der SPD-Fraktion.

CDU gegen 50-Prozent-Klausel

Ein weiterer Straßenbeleuchtungs-Aspekt wurde in der Sitzung thematisiert: Ebenfalls auf einen Antrag der CDU sollen in allen alten Baugebieten Straßenlaternen aufgestellt werden. Die bisherige Regelung in der Gemeinde sieht aber vor, dass eine Straßenbeleuchtung nur errichtet wird, wenn 50 Prozent der Anlieger dies wünschen. „Diese Regelung ist nicht mehr sinnvoll. Viele Grundstückseigentümer wohnen dort nicht und haben dann kein Interesse an einer Beleuchtung“, sagte Eveslage. „Wir sollten die Hürde nicht abschaffen. Das bisschen Demokratie sollen die Bürger behalten“, sagte Hubert Niemeyer. Für Heino Willhaus von der SPD glich der Zeitpunkt der Antragstellung einer Unmöglichkeit. „Das können wir den Bürgern in dieser Zeit nicht zumuten“, so Willhaus. Doch mit der Mehrheit der CDU sprach sich der Ausschuss gegen die 50-Prozent-Klausel aus.

Heiner Elsen
Heiner Elsen Redaktion Münsterland
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