SÜdkreis - Früh hat im Kreis Cloppenburg die Diskussion um die künftigen Bürgermeister begonnen. Die Wahlen stehen erst im kommenden Herbst auf dem Programm. Der genaue Wahltermin steht noch nicht einmal fest.
Die Garreler, Lastruper und Molberger müssen sich lediglich auf eine Wahl des Kreistages und des Gemeinderates im nächsten Jahr vorbereiten. Michael Kramer ist in Lastrup mit der Wahl im April 2018 mit 85 Prozent bei einer Wahlbeteiligung von 39 Prozent konkurrenzlos bis 2026 ins Bürgermeisteramt gewählt worden. In Molbergen war es zwei Monate später spannender. Erst in der Stichwahl hatte sich der parteilose einheimische Bewerber Witali Bastian mit 59,7 Prozent durchgesetzt. In Garrel ist Thomas Höffmann im Dezember gewählt worden.
Spannend dürfte es in Cappeln werden. Marcus Brinkmann will erneut kandidieren. Die CDU-Mitgliedschaft besitzt Brinkmann noch, aber die CDU will am kommenden Montag ihrem Vorstand mit dem Ortsverbandsvorsitzenden und Landtagsabgeordneten Christoph Eilers an der Spitze das Plazet als „Headhunter“ für die Suche eines Kandidaten geben. „Weiblich“ und „aus der Wirtschaft“ sind dabei Attribute, die neben „Tatendrang“ besonders zählen sollen.
Die UWG Cappeln, mit fünf der 18 Mitglieder seit der letzten Kommunalwahl durch den Aufwind der Bürgermeister-Entscheidung stark im Rat vertreten, gibt sich noch bedeckt, hat aber die Situation im Vorstand beraten. Die Entscheidung soll jetzt in einer Mitgliederversammlung fallen.
Zu Beginn des neuen Jahres findet auch die Urwahl des Bürgermeisterkandidaten in Lindern statt. Karsten Hage sitzt dort fest im Sattel. Die CDU nominiert ihn zwar, aber auch alle anderen stehen hinter ihm.
In Essen hat Heinrich Kreßmann (58) im Gegensatz zu Marcus Brinkmann 2016 sein CDU-Parteibuch abgegeben, als er zum Bürgermeister gewählt wurde. Der frühere Polizeihauptkommissar gewann danach die Stichwahl ausgerechnet gegen den damaligen Landtagsabgeordneten Clemens Große Macke überraschend. Kreßmann war zuvor Fraktionsvorsitzender gewesen. Die Wogen scheinen geglättet in Essen. Die CDU stellt keinen eigenen Bürgermeisterkandidaten auf. Auf einer Mitgliederversammlung am 28. September soll jetzt der parteilose Kreßmann der Kandidat werden. Die Zusammenarbeit mit der CDU sei in den vergangenen Jahren von Harmonie geprägt gewesen. Die SPD entscheidet am 21. Oktober über die Aufstellung eines eigenen Kandidaten.
In Löningen berät die CDU noch über ihre Vorgehensweise in Bezug auf die Bürgermeisterwahl. Von einer erneuten Kandidatur des Amtsinhabers Marcus Willen wird ausgegangen. Sicher ist, dass die Partei „Unabhängige für Löningen“ (UfL) einen Kandidaten präsentieren wird. Im Stadtrat ist sie mit inzwischen acht Mitgliedern der CDU (12) schon sehr nahe gekommen.
