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Aus Syrien Geflüchtete melden sich Cloppenburger Marienschule erreicht Brief voller Dankbarkeit

Kuratoriumssitzung online mit (oben, von links) Lutz Stratmann, Dr. Ludger Heuer und Uwe Kathmann (beide Schulstiftung St. Benedikt) sowie (Mitte, von links) Simone Hegger-Flatken (Gast), Anna Schnieders (Schulstiftung), Heinrich Blömer und (unten) Jakob von Kirchbach

Kuratoriumssitzung online mit (oben, von links) Lutz Stratmann, Dr. Ludger Heuer und Uwe Kathmann (beide Schulstiftung St. Benedikt) sowie (Mitte, von links) Simone Hegger-Flatken (Gast), Anna Schnieders (Schulstiftung), Heinrich Blömer und (unten) Jakob von Kirchbach

Ludger Heuer

Cloppenburg/Vechta - „Wir können niemals diesen großen Gefallen der Marienschule vergessen. Für uns war es eine großartige Unterstützung, um unseren Schulabschluss an der Marienschule zu absolvieren“, schreiben Alena und Samira (Namen geändert) voller Dank an die Marienschule.

Was war geschehen? Die Schwestern waren einige Jahre zuvor als Flüchtlinge aus Syrien nach Cloppenburg gekommen und hatten die Marienschule besucht. Bevor sie jedoch ihren Schulabschluss machen konnten, zogen ihre Eltern mit ihnen nach Oldenburg. Die Mädchen fühlten sich entwurzelt, ihren Abschluss hätten sie gerne an ihrer vertrauten Schule abgelegt. „Es war andauernd jemand ansprechbar, und dadurch fühlte man sich als Schülerin beachtet“, schrieben sie später. Doch es fehlte ihnen das nötige Fahrgeld für das letzte Schuljahr. Schulleiterin Simone Hegger-Flatken bat die bischöfliche Förderstiftung „Zukunft durch Bildung“ um Hilfe. Die übernahm die Kosten für die Bahntickets. Diese 700 Euro haben sich ausgezahlt. Die beiden Schwestern schafften ihren Abschluss mit Bravour.

Studium geplant

Alena steht nun kurz vor ihrer Fachhochschulreife und will Sozialpädagogik studieren, ihre Schwester fängt nach einem Freiwilligen Sozialen Jahr in einer Kita als Auszubildende in einer Kinderarztpraxis an. „Ein herzliches Dankeschön für diese großartige Unterstützung sowie auch diese unvergessliche Zeit gemeinsam. Danke, dass wir ein Teil davon sein durften“, schließen Alena und Samira ihren Brief.

Neben solchen Einzelfallhilfen hat die Stiftung ein zweites großes Standbein: Seit 15 Jahren wird „Expedition Berufswelt“ zusammen mit der Universität Vechta organisiert. Dabei werden Schülerinnen und Schüler der Ludgerus-Schule und der Geschwister-Scholl-Oberschule in Kontakt mit Firmen, Behörden oder öffentlichen Einrichtungen gebracht und über Berufsmöglichkeiten informiert. 57 junge Leute konnten 2021 daran teilnehmen. Das Interesse der potenziellen Arbeitgeber ist groß, die Projektarbeit finanziert sich über Sponsoren.

Menschen helfen

Diese Beispiele zeigten deutlich, wie die Förderstiftung jungen Menschen helfen könne, freute sich Uwe Kathmann auf der jetzt online abgehaltenen Kuratoriumssitzung. Als Vorstand der Schulstiftung St. Benedikt obliegt ihm auch die Geschäftsführung der Förderstiftung „Zukunft durch Bildung“. 2010 hatte sie der damalige Weihbischof Heinrich Timmerevers ins Leben gerufen zur Unterstützung finanziell bedürftiger Schülerinnen und Schüler. Ob es um die Übernahme von Essensgeld, die Kosten für Klassenfahrten oder die Anschaffung persönlicher Ausstattung geht – in vielen Fällen leistet die Förderstiftung unbürokratische Hilfe. Die Stiftung werde in erster Linie von den Oberschulen der Schulstiftung als Förderinstrument eingesetzt, erklärte Kathmann, der sich eine verstärkte Inanspruchnahme auch durch die kirchlichen Gymnasien und die Berufsschule wünscht. Das sieht auch das dreiköpfige Kuratorium unter Vorsitz von Lutz Stratmann, dem langjährigen niedersächsischen Wissenschaftsminister, so.

Da die Stiftung über kein großes Vermögen verfügt, ist sie auf lokale Förderer an ihren Standorten in Cloppenburg, Vechta, Oldenburg und Wilhelmshaven angewiesen. Ihre Präsenz will die Förderstiftung daher hier erhöhen.

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