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Tag gegen Gewalt an Frauen im Oldenburger Münsterland Wenn Brötchentüten für Gesprächsstoff sorgen

Wollen auf den Tag der Beseitung von Gewalt gegen Frauen aufmerksam machen: Angelika Westendorf (Bäcker-Innung Oldenburger Münsterland, von links), Stefanie Föbker (Landkreis Cloppenburg), Vanessa Nipper (DRK), Irene Keller (Stadt Cloppenburg), Vera Helmes (DRK)

Wollen auf den Tag der Beseitung von Gewalt gegen Frauen aufmerksam machen: Angelika Westendorf (Bäcker-Innung Oldenburger Münsterland, von links), Stefanie Föbker (Landkreis Cloppenburg), Vanessa Nipper (DRK), Irene Keller (Stadt Cloppenburg), Vera Helmes (DRK)

Phillip Nolting

Oldenburger Münsterland - Wer in der Lieblingsbackstube in den kommenden Tagen Brötchen bestellt, wird vielleicht bemerken, dass das Logo auf der Brötchentüte ein anderes ist. Denn in vielen Filialen im Oldenburger Münsterland werden in den nächsten Tagen auffällige Aktionstüten über den Tresen wandern – und diese sollen am heimischen Frühstückstisch für Gesprächsstoff sorgen, wenn es nach den Initiatorinnen und Unterstützerinnen der Aktion geht.

Klares Statement

Denn die weiß-roten Brötchentüten tragen neben dem klaren Statement „Gewalt kommt uns nicht in die Tüte“ auch die Kontaktinformationen der Cloppenburger DRK-Frauenberatungsstelle und der Beratungs- und Interventionsstelle (BISS) für die Polizeiinspektion Cloppenburg-Vechta. In Zusammenarbeit mit der Bäcker-Innung Oldenburger Münsterland und den Gleichstellungsbeauftragten der Landkreise Cloppenburg und Vechta sowie der Städte Cloppenburg und Friesoythe soll anlässlich des 25. Novembers ein Zeichen gesetzt werden. Denn der 25. November ist der Internationale Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen und wird jedes Jahr weltweit als Aktionstag genutzt, um auf Diskriminierung und Gewalt jeglicher Art gegenüber Frauen und Mädchen aufmerksam zu machen – und diese Gewalt und Diskriminierung letztendlich zu bekämpfen.

Die traurige Notwendigkeit dieses Aktionstages wird Jahr für Jahr durch die Kriminalstatistik des Bundeskriminalamtes belegt. Diese zeigt, dass jede dritte Frau in Deutschland mindestens einmal in ihrem Leben von physischer und / oder sexualisierter Gewalt betroffen ist. Mehr noch: Jede vierte Frau erfährt diese Gewalt durch ihren aktuellen oder früheren Partner. Zudem wird – statistisch betrachtet – nahezu jeden dritten Tag eine Frau durch die Hände ihres aktuellen oder Ex-Partners getötet. Nicht ohne Grund benennt die Weltgesundheitsorganisation WHO Gewalt als eines der größten Gesundheitsrisiken für Frauen weltweit.

Problem vor Ort

Gerade im Landkreis Cloppenburg ist die Anzahl der angezeigten Fälle von Gewalt gegenüber Frauen konstant hoch, insgesamt wurden im Jahr 2021 550 Frauen und Mädchen von der BISS und 230 Frauen und Mädchen von der Frauenberatung bei Bedrohung und Gewalt beraten.

Die Dunkelziffer der von Gewalt Betroffenen dürfte jedoch wesentlich höher sein – ein Grund mehr für die Initiatorinnen und Unterstützerinnen, Aufmerksamkeit und ein Bewusstsein für Gewalt an Frauen und Mädchen zu schaffen.

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