Kampe - Theaterspielen aus Leidenschaft. Das trifft auf die Laiendarsteller der St. Joseph Spölköppel ut Kampe zu. Schon seit Jahren erfreuen sie ihr Publikum mit ihren Aufführungen. Nun sind sie alle froh, nach einer Pause wieder mit einem neuen plattdeutschen Schwank die Bretter der Bühne im kommenden Jahr betreten zu können. Dazu wird kräftig im Sportlerheim des Sportclubs Kampe-Kamperfehn an der Röbkenbergstraße in Kampe geprobt. Sie proben für das Lustspiel „Schüttenbeer in Dinkelhuesen (Schützenfest in Dinkelhausen)“.
Frauen unzufrieden
Zum Inhalt: Über Jahrzehnte wurde das Schützenfest in Dinkelhuesen in großer Harmonie gefeiert, doch plötzlich steht Ungemach ins Haus, dies wird auf einer Vorstandssitzung deutlich. Der Schützenpräsident Willi Zastermann (Dierk Ortmann) hat noch nie etwas von Schützinnen in seinem Verein gehalten. Doch plötzlich wollen die Frauen auch um die Königswürde mitschießen, erklärt die Leiterin der Damenschießgruppe, Silvia Schuhmacher (Kerstin Ackermann). Als der Vorsitzende meint, dies sei Männersache und von Schießmeister Kalle Kreuzer (Ludger „Fatti“ Kohake) und Kassenwart Bruno Bräsig (Alois Beckmann) unterstützt wird, bricht das Unheil herein. Die Frau des Vorsitzenden, Hilde Zastermann (Petra Tamling), droht mit der Blockade des Festes.
Doch damit nicht genug. Der neue Pfarrer Engel (Günter Meyer) will auf Beerdigungen nicht mehr das traditionelle Posaunensolo für die verstorbenen Schützen spielen lassen. Kirchenvorstand Otto Kröger (Jan Benkens) steht auf der Seite des Pfarrers.
Unheil komplett
Komplett wird das Unheil für die Schützen, als der Prüfer vom Bauamt, Markus Schmidt (Lukas Beckmann), den neuen Schießstand wegen baulicher Mängel schließen will. Ein gewichtiges Wort bei allem hat auch Vereinswirtin Lotti Henkelmann (Brigitte Meyer), die über alles und jeden Bescheid weiß, beizutragen. Aushilfskellnerin Elke Zastermann (Laura Tamling) sowie Erna Hasemann (Manuela Block) sorgen für weitere Höhepunkte in dem an Turbulenzen, Missverständnissen und Dramatik reichen Stück. Mit von der Partie ist auch Silvia Bauer die bei den Aufführungen – sollte es nötig sein – das weiterhelfende Stichwort gibt. Für die Tontechnik sorgt Ewald Schmidt.
