Cloppenburg - Diese Nachricht freut die Bether: Die Grundschule Bethen wird nun wohl doch einen Mensa-Anbau erhalten können. Nachdem im November vergangenen Jahres die Hiobsbotschaft im städtischen Schulausschuss mitgeteilt wurde, ein Anbau sei aus „immissionsschutzrechtlichen Gründen“ nicht möglich, jetzt die freudige Nachricht in der Schulausschuss-Sitzung am Donnerstag: Laut Stadträtin Stefanie Lübbers soll der Baubeginn noch im kommenden Jahr sein.
Nicht genehmigungsfähig
Der ursprünglich geplante Anbau hätte eine Änderung des Bebauungsplans „Lütke Weg“ notwendig gemacht, da mit dem Anbau die Baugrenze überschritten worden wäre. Der Landkreis hatte die Stadt darauf hingewiesen, dass ein Gutachten für die Geruchs- und Lärmbelästigung aufgestellt werden müsse. Die Landwirtschaftskammer Niedersachsen kam zu der Ansicht: Die Grenzwerte für Lärm- und Geruchsemissionen rund um die Grundschule – dort existieren zahlreiche landwirtschaftliche Höfe – werden deutlich überschritten. Die Pläne könnten in dieser Form nicht weiterverfolgt werden.
Also musste neu geplant werden. Jetzt soll die Mensa innerhalb des vorhandenen Bauteppichs errichtet werden: nämlich an der Giebel-Seite im südlichen Bereich entlang des Schulhofs. Diese „Insellage“ eines bestehenden Plangebietes rechtfertige die Belastung durch Immissionen eher als bei einem neuen B-Plan oder bei der Änderung eines bestehenden B-Plans, begründet die Stadtverwaltung die Überlegungen. Grenzwerte überschreiten ja, aber nur soweit, wie die Werte die Grenze der Gesundheitsgefahr nicht übertreffen. „Dies ist im vorliegenden Sachverhalt der Fall“, so die Verwaltung. Die Emissionswerte hätten in diesem Bereich einen „annehmbaren Wert“, so dass die Grenze zur Gesundheitsgefahr nicht überschritten werde, so die Stadtverwaltung weiter.
Dank an Verwaltung
Konkrete Pläne sollen in der nächsten Schulausschuss-Sitzung im Februar kommenden Jahres vorgestellt werden. Schulausschuss-Vorsitzender Benedikt Möller (CDU-FDP-Zentrum) – er gab für seinen Redebeitrag den Vorsitz ab – sprach von einer „guten Geschichte“, dass es doch noch mit dem Mensa-Anbau klappen werde. Die Verwaltung habe sich sehr bemüht gezeigt, eine Lösung zu finden. „Aus Bether Sicht sind wir sehr froh, dass es funktioniert“, so der Bether Ratsherr. Dem Dank schlossen sich weitere Ausschussmitglieder an. Vor der Schulausschuss-Sitzung war bereits Schulleiterin Kerstin Götting informiert worden.
Stadträtin Lübbers betonte vor dem Hintergrund des Rechtsanspruchs zur ganztägigen Betreuung von Grundschulkindern ab dem Schuljahr 2026/2027: „Wir haben die Suche nach einer zufriedenstellenden und genehmigungsfähigen Lösung zur Realisierung einer Mensa an der Grundschule nicht aufgegeben. Es war ein langer Weg, aber wir sind sehr froh, dass nun eine Möglichkeit gefunden wurde.“ Sie bedankte sich für die Geduld der Schulleiterin und der Eltern der Schüler.
