Landkreis Cloppenburg - „Wir wundern uns, wie gut die Ernte ausgefallen ist“, bilanziert Hubertus Berges, 1. Vorsitzender des Kreislandvolkverbandes Cloppenburg, die aktuelle Erntesaison. Denn die Trockenheit habe den Landwirten in der Region schon Sorgen bereitet. Vor etwa vier Wochen sah beispielsweise das Getreide auch noch trockener aus – zur Ernte Ende Juli oder Anfang August habe es aber zwischendurch noch geregnet und der Weizen beispielsweise konnte noch ein bisschen Feuchtigkeit aufnehmen.
Dass das Getreide so unbeeindruckt von der Wärme und Trockenheit ist, schreibt Berges den hohen Bodenqualitäten zu. Denn die würden die Pflanzen resistenter gegenüber Umwelteinflüssen machen. Einen guten Boden mache beispielsweise ein passendes Nährstoffverhältnis aus, außerdem sei dieser locker und durchwurzelt, wodurch er besser Wasser speichern könne. Auch Züchtungserfolge von neuen Sorten könnten dafür sorgen, dass die Pflanzen besser an die veränderten Bedingungen angepasst werden.
Durch die vielen Sonnenstunden der vergangenen Wochen wurde die Ernte positiv beeinflusst. „Im letzten Jahr war es genau andersherum. Da dachten wir, dass es eine sehr gute Ernte wird, weil es viel geregnet hatte. Aber dafür fehlte die Sonne“, blickt Berges zurück. Und dadurch, dass es wenig regnete, konnte die Ernte entspannt ablaufen. Das Getreide wird laut Berges idealerweise bei einer Feuchtigkeit von 15 Prozent gedroschen. Hat es vorher viel geregnet, muss die Ernte getrocknet werden, was energieintensiv ist. Dieses Mal „störte“ eher die Hitze und das Getreide musste teils nachts runtergekühlt werden. Auch wurde früher geerntet, was laut Berges auch für den Mais, der eigentlich Mitte September vom Feld kommt, gelten könnte. Das habe den Vorteil, dass die Zwischenfrüchte, die jetzt gesät werden, länger im Boden bleiben können. Das komme der Bodenqualität zugute.
