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Türchenserie Friesoythe Senioren dankbar für Hilfe in der Not

Mit diesem Bild berichtete unsere Zeitung am 2. Dezember 1978 über das Diakonische Werk.

Mit diesem Bild berichtete unsere Zeitung am 2. Dezember 1978 über das Diakonische Werk.

Ulf Middendorf

Friesoythe - Es ist schon erstaunlich, wie groß die Hilfe im Nordkreis Cloppenburg für Senioren ist. Bürgerinnen und Bürger bieten ehrenamtlich Beratungen und Service-Fahrten an oder organisieren Veranstaltungen für die ältere Generation. Um nur einige Beispiele zu nennen. Ein weiterer Aspekt ist das altersgerechte Wohnen. Dazu hat das Diakonische Werk Ende der 1960er Jahre in Friesoythe einen wichtigen Beitrag geleistet. Es nahm Senioren die drückenden Wohnungssorgen.

Dankbare Bewohner

Damals gab es sehr viele Flüchtlinge und Heimatvertriebene aus den ehemaligen Ostgebieten des Deutschen Reiches in Friesoythe, bezahlbaren Wohnraum hingegen kaum. Im Dezember 1968 konnten die ersten Personen in die „Altensiedlung“ ziehen. Zwei Gebäude mit zehn Wohnungen und einer Hausmeisterwohnung waren gebaut worden. Zehn Jahre später wurde das kleine Jubiläum gefeiert und die Dankbarkeit der Älteren war groß. So erzählte die damals 88-jährige Klara Neumann aus Breslau in der Nordwest-Zeitung vom 2. Dezember 1978, wie wohl sie sich in ihrer Altenwohnung fühle.

Türchenserie

Die Archiv-Türchenserie läuft bis einschließlich 24. Dezember. Außer an den Sonntagen wird täglich ein Archiv-Türchen geöffnet. Dahinter verbergen sich Geschichten aus dem Nordkreis zum Thema „Hilfe“. Ganz nach dem Motto: „Jeden Tag eine gute Tat“.

„Man wohnt hier sicher. Das ist das Schöne, vorher bin ich zehnmal umgezogen“, wurde sie in dem Artikel zitiert. Und auch die damals 79-jährige Erna Kugler aus Breslau war dankbar. Denn das Diakonische Werk ermöglichte es ihr, dass ihre Katze bei ihr wohnen durfte.

Mit Liebe

Zusammen mit den Älteren war 1968 auch das Hauswarteehepaar Doris und Bernhard Drees eingezogen. Angesprochen worden waren sie vom damaligen Pastor Arndt. „Er hatte guten Grund, denn Doris Drees hat die Pflegeschule des Elisabethstiftes Oldenburg besucht und verfügte so über die Betreuung alter Menschen wichtige Kenntnisse“, hieß es in dem NWZ-Artikel vom 2. Dezember 1978. Und Pfarrer Steinweg sprach den Drees seinen ausdrücklichen Dank aus. „Wir sind sehr froh, daß wir Frau Drees haben, die das alles hier mit viel Liebe und Verständnis für die Nöte der alten Menschen macht und das nicht einfach als Pflichtaufgabe, sondern es auch aus christlicher Überzeugung tut“, wurde er zitiert.

Das Stichwort: Nächstenliebe. Gäbe es keine Menschen, die diese seit jeher verinnerlicht hätten, wären Teile der ursprünglichen Menschlichkeit wohl in Zeiten von Missgunst, Habgier und Egoismus mittlerweile verloren gegangen. Und die Altenwohnungen am Grünen Hof in Friesoythe existieren übrigens noch heute.

Tanja Mikulski
Tanja Mikulski Redaktion Münsterland
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