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Umbau und Erweiterung in Cloppenburg Wenn das Feuerwehrhaus zum Hingucker wird

Das Gebäude der Freiwilligen Feuerwehr in Cloppenburg wird erweitert und umgebaut.

Das Gebäude der Freiwilligen Feuerwehr in Cloppenburg wird erweitert und umgebaut.

Mareike Wübben

Cloppenburg - Für knapp 5,4 Millionen Euro wird derzeit das Feuerwehrhaus der Freiwilligen Feuerwehr in Cloppenburg am Pingel Anton erneuert und erweitert. Nötig geworden sind die Arbeiten auch durch den gestiegenen Platzbedarf der Wehr, erklärte Bauamtsmitarbeiter Günther Penning beim Vor-Ort-Termin. Außerdem hätten sich die Kameradinnen und Kameraden bisher in der Fahrzeughalle umgezogen. Gerade im Winter sei es hier dann häufig kalt gewesen, außerdem gab es keine Geschlechter-Trennung. Ein ehemaliger Versammlungsraum war deswegen nun als Umkleidemöglichkeit umgenutzt worden. Dieser Versammlungsraum fehlt der Wehr nun aber im Alltag.

Über zwei Jahre Bauzeit

Im März 2021 erteilte die Stadt die Baugenehmigung. Im Juni 2021 startete der Umbau. Im Sommer 2023 soll das Gebäude fertig sein. Zum ZOB hin entsteht ein Anbau. In dessen Untergeschoss und im Bestandsbau entstehen auf 150 Quadratmetern eine Herrenumkleide, auf 45 Quadratmetern eine Frauenumkleide sowie auf etwa 23 Quadratmetern Sanitäranlagen für Damen und Herren. Ebenfalls im Altbau bleiben die Räume zum Funken bestehen.

Auf den Anbau wurde Anfang August der sogenannte Riegel gesetzt. Diese vier Stahlbaueinzelteile sind etwa 25 Meter lang, vier Meter hoch und wiegen pro Stück etwa 15 Tonnen. Das Gesamtgewicht der feuerwehrroten Stahlkonstruktion beträgt demnach etwa 60 Tonnen. Aufgrund der Größe und des Gewichts der einzelnen Stahlbauteile wurden diese mit mehreren Schwertransportern angeliefert und mit Hilfe eines Mobilkrans (100t) und eines Großkrans (450t) montiert. Die Fahrzeuge der Feuerwehr wurden für die Dauer dieses Manövers auf das ZOB-Gelände ausgelagert, um die Einsatzfähigkeit aufrecht zu erhalten.

Im neuen Obergeschoss finden sich zukünftig Versammlungs- und Besprechungsräume. Außerdem gibt es Räume unter anderem für den Stadtbrandmeister. Auf 50 Meter Länge entstehen so 500 Quadratmeter. Und dieser Riegel soll ein besonderer Hingucker werden. Zum Pingel Anton hin ist eine große Glasfront geplant, durch die auch die feuerwehrroten Stahlträger zu sehen sein sollen. „Das sucht schon seinesgleichen“, freut sich Bauamtsleiter Armin Nöh über die ausgewöhnliche Konstruktion.

Der Riegel, der quasi zwischen den beiden Fahrzeughallen schwebt, soll von den Feuerwehrleuten künftig auch für Übungen genutzt werden können – beispielsweise zum Abseilen und bei Höhentrainings. Eine Feuerwehrstange direkt aus dem Obergeschoss ist indes nicht möglich. Die ist laut Nöh in Deutschland gar nicht genehmigungsfähig.

Gestiegene Preise

Der Stahlträger hat mit seiner Extravaganz aber auch für einige Verzögerungen gesorgt. Sechs Monate musste auf die Konstruktion gewartet werden, was natürlich auch den Zeitplan für andere Gewerke durcheinander brachte. Und so kam es auch zu Preissteigerungen, da Arbeiten teilweise später ausgeführt werden mussten und die Preise für das Material dann entsprechend gestiegen waren, erklärt Penning. So betragen die aktuell geschätzten Kosten auch nicht mehr 4,78 Millionen Euro, sondern 600 000 Euro mehr.

Mareike Fangmann
Mareike Fangmann Redaktion Münsterland
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