Navigation überspringen
nordwest-zeitung
Abo-Angebote ePaper Newsletter App Prospekte Jobs Immo Trauer Shop

Umwelt in Cloppenburg BBS-Schüler suchen Lösungen fürs Klimaziel

Die Referenten Jonas Nichell (links) und Björn Wiele von „Die Multivision e.V.“.

Die Referenten Jonas Nichell (links) und Björn Wiele von „Die Multivision e.V.“.

Stina Köster

Cloppenburg - Das deutsche Klimaschutzziel für 2050 ist bekannt: die Treibhausgasemissionen im Vergleich zu 1990 um 95 Prozent zu reduzieren. Fraglich ist jedoch, wie dieses Ziel erreicht werden kann.

Vision ist wichtig

Auf Initiative von Robin Schnell, Abteilungsleiter des Berufsbereichs Agrarwirtschaft, der Naturwissenschaften und der Umweltbildung, nahmen mehrere Klassen der BBS am Museumsdorf am Projekt Energievision 2050 teil. Die zentrale Aufgabenstellung dabei lautete: Wie können wir das Klimaziel erreichen und dabei weiterhin ein gutes Leben führen?

Die beiden Referenten Björn Wiele und Jonas Nichell vom Verein „Die Multivision“ führten den Jugendlichen vor Augen, dass es einer Vision bedarf. Entsprechend dem Motto „Unser Klima. Meine Energie. Deine Zukunft“ brachten sie jedoch keine fertige Vision mit, sondern luden die Schülerinnen und Schüler zum Diskurs ein.

Zunächst zeigten die Referenten in einem Impulsvideo verschiedene junge Menschen und deren Ideen, Projekte und Berufe, mit denen sie dem Klimawandel begegnen wollen. Anschließend sprachen sie die Klassen direkt an: Wie stehen sie dazu? Sie appellierten an ihre Zuhörer, dass es um ihre Ansichten, ihre Ideen und ihre Visionen geht. So präsentierten Wiele und Nichell abgestimmt auf die Antworten und Ideen des Publikums verschiedene Lösungsansätze und regten Diskussionen an. Dabei ging es um die Bereiche Energie, Verkehr, Ernährung und Industrie. Beeindruckt waren die Zuhörer davon, dass die beiden Referenten auf Nachfragen, zum Beispiel zu innovativen Schiffsantrieben, immer passende Beispiele vorstellen konnten. Wiele machte deutlich: „Die Technik ist da. Die Veränderung im Kopf ist jedoch notwendig. Wir müssen anfangen, darüber nachzudenken, wie wir diesen Weg beschreiten.“

„Wichtigstes Problem“

Vor dem Hintergrund steigender Energiepreise und Aktionen von Klima-Aktivisten sei das Thema Nachhaltigkeit wieder in aller Munde. Wie Robin Schnell betonte: „Derzeit ist es das wichtigste Problem der Menschheit“ Das Projekt Energievision trägt zur Bildung für nachhaltige Entwicklung bei, weshalb sich Schnell zufrieden mit dem Ergebnis zeigte: „Die Schüler konnten Lösungsansätze zur Bewältigung der CO2-Emissionen bei Beibehaltung des Wohlstandes entwickeln und offen diskutieren. Ein Anfang ist gemacht.“

Themen
Artikelempfehlungen der Redaktion
Die Mitglieder vom BSV Kickers Emden stimmen am Donnerstagabend für die Ausgliederung der ersten Herren in eine GmbH.

POSITIVES VOTUM Mitglieder geben Grünes Licht für die Kickers-Emden-GmbH – Rießelmann spricht von „Happy End“

Lars Möller
Emden
Stellten die Ausweitung des Konzeptes „Wilhelmshaven sicher“ auf den Busverkehr der Stadtwerke-Verkehrsgesellschaft vor: (v.li.) Frank Rademacher (Geschäftsführer Stadtwerke-Verkehrsgesellschaft Wilhelmshaven), Polizeidirektor Heiko von Deetzen, Projektleiter und Polizeihauptkomissar Tim Bachem und Oberbürgermeister Carsten Feist.

POLIZEIPRÄSENZ IM BUSVERKEHR Hausrecht der Polizei stärkt ab sofort Sicherheit in Bussen

Lutz Rector
Wilhelmshaven
Kommentar
Klimaaktivisten der Gruppe „Fridays for Future“ in Saarbrücken werfen Bundeskanzler Scholz vor, bei seinem Besuch in der vom Hochwasser betroffenen Region und in seiner Ansprache „die Klimakrise fahrlässig ausgeblendet“ zu haben.

UMWELTPOLITIK Durch mehr Klimaschutz gibt’s nichts zu verlieren

Jana Wolf Büro Berlin
Eine junge Lehrerin schreibt Mathematikaufgaben an eine Schultafel. Niedersachsen will 390 Schulen im Land nach Sozialindex stärker fördern.

NEUES PROGRAMM FÜR 390 SCHULEN Wie Niedersachsen mehr Bildungsgerechtigkeit herstellen will

Stefan Idel Büro Hannover
Hannover
Lara und Philipp Schumacher wollen gemeinsam mit ihren drei Kindern ein neues Leben auf Mallorca beginnen. Dafür bereiten sie seit Jahren alles vor – und der letzte, mehrmonatige Aufenthalt vor der Auswanderung begann mit einem herben Rückschlag.

BETROGEN UND ENTTÄUSCHT Emder Familie kämpft nach Betrug auf Mallorca um ihren Traum

Aike Sebastian Ruhr
Emden