Harkebrügge/Elisabethfehn - Der Frühjahrsputz in Harkebrügge war wieder einmal eine erfolgreiche Gemeinschaftsaktion der Vereine, Kindertageseinrichtungen, Schulen und Bürger im Ort. Bei bestem Wetter und ausgestattet mit Handschuhen, blauen Säcken, Eimern und Greifzangen machten sich bereits am Freitag die Krippen-Kinder des „Spatzennestes“ und die „Waldgruppe de Landkieker“ daran, rund um den See und im Wald aufzuräumen. Die Schüler der Junker-Harke-Grundschule übernahmen die zentralen Straßen im Ort, rund um die Grundschule.
Viel Spaß bei Kindern
„Es hat uns und den Kindern sehr viel Spaß gemacht und Freude bereitet. Wir sind natürlich gerne im nächsten Jahr wieder dabei“, sagten Stephanie Basler und Britta Wielenberg vom „Spatzennest“. „Die Kinder sind mit Begeisterung dabei und haben sich schon auf diesen Tag gefreut“, sagte Nicole Baran von den Landkiekern. Auf diesem Weg könne den Kindern vermittelt werden, dass Müll nicht einfach weggeschmissen wird. Jung und Alt versammelten sich dann am Samstag und machten sich nach kurzer Abstimmung mit Greifern und Mülltüten auf den Weg. Hinzu kamen noch zehn Saubermänner vom Sportverein, die die Anlagen rund um das Stadion in Schuss brachten und bei Wald und See mit unter die Arme griffen. Auch wenn die Beteiligung in diesem Jahr nicht ganz so hoch war wie in den Vorjahren, konnten in diesem Jahr aber wieder alle Wege und Nebenstraßen vom achtlos entsorgten Müll befreit werden.
„Kein Kavaliersdelikt“
„Es ist schon echt traurig und eigentlich unglaublich, was einige Menschen achtlos in der Natur entsorgen. Auch wenn die unerlaubte Müllablagerung kein Kavaliersdelikt und in vielen Fällen mit hohen Strafen belegt ist, muss es doch eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein, dass man seinen Müll ordnungsgemäß entsorgt“, so die Organisatoren. Die Menge an gesammeltem Müll habe sich im Vergleich zu den Vorjahren schon merkbar verringert. Nach dem „Frühjahrsputz“ traf man sich im Sportlerheim zu einem gemeinsamen Essen.
Gute Resonanz in E’fehn
Auch in Elisabethfehn hatten sich am vergangenen Wochenende einige auf den Weg gemacht, um für eine saubere Landschaft zu sorgen – ob privat oder als Verein. Über die gute Resonanz freute sich die Organisatoren Hannes Coners vom Orts- und Verschönerungsverein Elisabethfehn (OVE) und Julia Thoben vom NABU Elisabethfehn. Coronabedingt konnte die Aufräumaktion nicht gemeinschaftlich stattfinden. So waren mehr oder weniger Einzelkämpfer gefragt, um die Natur von Unrat zu befreien. Auf dem Parkplatz beim Moor- und Fehnmuseum war ein großer Anhänger aufgestellt, der nach Ende der Aktion recht gut gefüllt war.
„Über mehrere Stunden haben wir einen wertvollen Beitrag zum Umweltschutz geleistet. Die Arbeit hat sich gelohnt. Es wurde eine Menge Unrat und Müll eingesammelt“, zogen Coners und Thoben eine positive Bilanz. „Mit der beginnenden Brut- und Setzzeit wird Müll oft mit natürlichen Nestmaterialien verwechselt, so dass sich insbesondere Jungtiere daran verfangen und verletzen können“, so Thoben. Es sei schlimm, was die Leute so wegwerfen, meinten die Helfer. „Da wir den Einsatz für Gemeinschaft und Umwelt wertschätzen, werden wir die Mitstreiter belohnen, die uns die schönsten Fotos von sich beim Müllsammeln an ove-elisabethfehn@t-online.de zuschicken“, so Coners.
