Bösel - Zu einem Verkehrsunfall mit zwei Schwerverletzten Personen ist es am Donnerstagmittag, 12. Mai, gegen 12.25 Uhr an der Kreuzung Garreler Straße/Korsorsstraße in Bösel gekommen. Für einen der Verletzten wurde der Rettungshubschrauber Christoph 6 angefordert, er konnte aber mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht werden.
Zum Frontalzusammenstoß der beiden Autos war es gekommen, weil ein 34-jähriger Böseler einen 19-jährigen Garreler die Vorfahrt genommen hatte. Der Böseler fuhr auf der Garreler Straße in Richtung Bösel und wollte an der Kreuzung mit der Korsorsstraße und Am Hook nach links in die Straße Am Hook abbiegen.
Im Gegenverkehr war der Garreler Richtung Garrel unterwegs. Bei dem Unfall wurde der 19-Jährige so schwer verletzt, dass er nur unter größter Vorsicht geborgen werden durfte.
Ungewöhnlicher Einsatz
Für die Freiwillige Feuerwehr Bösel gestaltete sich ihr Einsatz bei dem Unfall ungewöhnlich: Drei voll besetzte Fahrzeuge waren vom nahen Gerätehaus unterwegs und kamen zufällig an dem Unfall vorbei, berichtet Feuerwehrsprecher Andreas Tholen. Sie waren eigentlich um 12.30 Uhr zu einem kleineren Flächenbrand auf einem Feld an der Korsorsstraße gerufen worden.
Die Feuerwehrleute hielten an und fragten die Rettungskräfte, ob sie Hilfe benötigten. Das wurde zunächst verneint und die drei Feuerwehrautos fuhren weiter zum Feuer.
Angebot angenommen
Als Gemeindebrandmeister Arthur Kasperczyk im Einsatzleitwagen die Unfallstelle passierte, habe auch er angehalten, Hilfe angeboten und bemerkt, dass Betriebsflüssigkeiten aus den beschädigten Autos liefen, so Feuerwehrsprecher Tholen. Nun hätten die Rettungskräfte das Angebot angekommen, denn sie hatten inzwischen bemerkt, dass der 19-Jährige nicht nur leicht in seinem Fahrzeug eingeklemmt war, sondern dass seine Verletzungen es nötig machten, ihn besonders vorsichtig zu bergen. Ein Rettungshubschrauber wurde angefordert. Kasperczyk beorderte zwei der drei Feuerwehrfahrzeuge zurück, die Besatzung des dritten Fahrzeugs kümmerte sich um den kleinen Flächenbrand und eilte danach den Kollegen an der Unfallstelle zur Hilfe.
Die Türen und die B-Säule des Unfallfahrzeugs mussten entfernt und das Dach angehoben werden. Erst dann konnte das Unfallopfer aus seiner Lage befreit werden. Der Rettungshubschrauber landete zwar, musste den 19-Jährigen aber nicht mitnehmen.
Er konnte in einem Krankenwagen in eine Klinik gebracht werden. Der Unfallschaden wird von der Polizei auf rund 40 000 Euro geschätzt.
