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Wegen Vandalismus und Brandstiftung 14 Kameras überwachen jetzt die Böseler Grundschule

Schilder weisen darauf hin, dass der Aufenthalt auf dem Schulgelände nach 18 Uhr nicht mehr erlaubt ist. Das Gelände ist außerdem bis 2 Uhr nachts beleuchtet. Das hat jedoch Vandalismus und Brandstiftung nicht verhindert.

Schilder weisen darauf hin, dass der Aufenthalt auf dem Schulgelände nach 18 Uhr nicht mehr erlaubt ist. Das Gelände ist außerdem bis 2 Uhr nachts beleuchtet. Das hat jedoch Vandalismus und Brandstiftung nicht verhindert.

Eva Dahlmann-Aulike

Bösel - Die St.-Martin-Grundschule wird künftig mit Kameras überwacht. Dafür haben sich die Gemeinde Bösel, die Schule und die Elternvertreter entschieden, nachdem es über Jahre immer wieder zu Vorfällen von Vandalismus und Brandstiftung gekommen ist. Bei einer Dienstbesprechung, zu der auch die Presse eingeladen war, stellten der Datenschutzbeauftragte der Grundschule Johannes Schadewell und der IT-Beauftragte Hermann Josef Jöring die Kamerapositionen und die Datenschutzrichtlinien vor. Schulleiterin Rita Schorling erinnerte daran, dass es nach Schulschluss nicht nur zu ärgerlichen Vermüllungen, sondern auch zu teuren Schäden an Spielgeräten und Gebäude gekommen sei. Sogar ein Müllcontainer war angezündet worden. „Dabei hätte auch unsere Schule abbrennen können“, sagt Schorling.

Viele Schäden

Um ein öffentliches Gebäude mit Kameras zu überwachen, „muss man Gründe haben“, sagt Schadewell. „Wir haben einen dicken Ordner nur mit den Schadensfällen. Alles, was wir unternommen haben, hat nichts gebraucht.“ Schilder, die den Zugang zum Gelände verbieten, würden ignoriert. Inzwischen werden die Grund- und die Oberschule bis 2 Uhr nachts durchgehend beleuchtet. Darüber hinaus gehen die Lampen per Bewegungsmeldern an. Auch das hat Vandalismus nicht verhindert. Der Wachdienst, der die Turnhallen der Gemeinde schließe, sei ebenfalls immer wieder auf den Schulhöfen der St.-Martin-Grundschule und der Oberschule Bösel unterwegs, berichtete Jöring.

Doch kaum seien die Wachleute weg, seien die Jugendlichen, die die Schäden verursachen, wieder da: „Gestern hatte ich hier schon wieder drei Jugendliche auf unserem Trafohäuschen.“ Nicht in Frage komme es, das Schulgelände einzuzäunen, hieß es in der Dienstbesprechung. Einerseits wegen der hohen Kosten, andererseits solle die Schule auch nicht wie ein Käfig wirken.

14 Kameras werden nun rund um das Gebäude installiert. Die meisten stammen aus dem Dorfpark, wo sie abgebaut werden mussten. Sie werden alle Zugänge zum Schulgelände sowie die Fensterfronten erfassen. Eingeschaltet wird die Überwachung nur außerhalb der Schulöffnungszeiten. Wer sich außerhalb, zum Beispiel auf Brüggemanns Patt, befindet, wird nicht gefilmt oder technisch ausgeblendet. Schilder werden auf die Kameras hinweisen. Nur wenn Schäden entdeckt würden, werde sich überhaupt jemand die aufgezeichneten Bilder ansehen. Ansonsten werden sie nach 24 Stunden gelöscht.

An Wochenenden und in den Ferien erfolgt die Löschung verzögert. Zwingend vorgeschrieben sei es, dass die Sendesignale der Kameras verschlüsselt werden. Und auch im Serverraum der Schule steht der Rekorder nicht einfach so rum. Alles ist passwortgeschützt.

Jugendliche willkommen

Eines will Schulleiterin Schorling unbedingt festhalten: Alle Kinder und Jugendlichen dürften sich gerne auf dem Schulgelände aufhalten, solange sie nichts kaputt machten. „Es geht nicht darum, dass die Jugendlichen nicht willkommen sind, sondern darum, dass sie sich benehmen.“

Eva Dahlmann-Aulike
Eva Dahlmann-Aulike Redaktion Münsterland
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