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Digitale Transformation im Agribusiness So unterstützt Künstliche Intelligenz Landwirte

Per Videokonferenz wurden die Projekte vorgestellt.

Per Videokonferenz wurden die Projekte vorgestellt.

Vechta - Unter dem Titel „Digitale Zukunftsprojekte der Agrar und Ernährungsbranche“ hat das Agrar- und Ernährungsforum Oldenburger Münsterland (AEF) in einer Videokonferenz zwei zukunftsweisende Projekte, an denen es als Kooperationspartner beteiligt ist, vorgestellt: „Digi-Schwein“ unter Federführung der Landwirtschaftskammer Niedersachsen und „Agri-Gaia“ von dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz. Dr. Henning Müller, Sprecher der AEF-Arbeitsgruppe führte durch die Veranstaltung.

Sven Guericke, Vorsitzender des AEF, betonte die enormen Potenziale, die der Einsatz digitaler Technologien und Künstlicher Intelligenz (KI) für die Agrar- und Ernährungsbranche mit sich brächte. „Innerhalb dieser Entwicklungsfelder hat sich die deutsche Agrarwirtschaft mittlerweile zu einem zentralen Vorreiter der digitalen Transformation entwickelt“, so seine Aussage. Er machte zudem deutlich, dass gerade vor dem wachsenden Druck auf die Landwirtschaft, innovative digitale Lösungen essenziell für einen erfolgreichen Transformationsprozess der Branche seien. Unabdingbar dabei sei ein wesentlich stringenterer Ausbau der digitalen Infrastruktur im ländlichen Raum als in der Vergangenheit, setzte Guericke Hoffnung auf die neue gebildete Bundesregierung.

Digi-Schwein

Das Projekt „Digi-Schwein“, vorgestellt von Dr. Marc-Alexander Lieboldt, ist ansässig an der Versuchsstation der Landwirtschaftskammer in Oldenburg-Wehnen. In dem dortigen Versuchsstall sind in allen Stallbereichen zahlreiche Sensoren und Kameras installiert, die fortlaufend Daten auf eine Serverplattform des An-Institutes der Uni Oldenburg, Offis, senden, wo diese gespeichert, berechnet und analysiert werden. Mit der Auswertung dieser Daten erhofft sich das Projektteam erhebliche Erkenntnisse für das Tierwohl, für die Erhöhung des Ressourcenschutzes und für ein effizienteres Farmmanagement. Die Landwirte sollen nach Beendigung des Projektes von den Projektergebnissen profitieren.

Agri-Gaia

Mit dem Ziel, eine zentrale Schnittstelle für alle „KI-Frameworks“ innerhalb der Agrar- und Ernährungswirtschaft zu schaffen, ist das Projekt „Agri-Gaia“ Anfang Januar 2021 an den Start gegangen. Vorgestellt wurde es von Prof. Dr. Joachim Hertzberg vom DFKI und Sprecher des DKFI-Labors in Niedersachsen. Das Projekt will auf Basis der europäischen Dateninfrastruktur, Gaia-X, eine Schnittstelle bzw. ein System mit einheitlichen Standards für Daten und Algorithmen entwickeln. Dieses verspricht insbesondere kleinen und mittelständischen Unternehmen im Agribusiness Unterstützung bei dem Einsatz von KI in ihren Produkten und Prozessen und soll nicht nur unternehmenseigene infrastrukturelle Probleme lösen, sondern insbesondere auch die Abhängigkeit von einzelnen Anbietern verhindern. So haben die beteiligten Unternehmen weiterhin die Chance, im weltweiten Wettbewerb zu bestehen.

Guericke forderte im Anschluss zudem eine stärkere Vermittlung digitaler Kompetenzen in der Ausbildung der Fachkräfte sowie eine staatliche Förderung digitaler Investitionen.

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