Ramsloh/Bollingen - Die Gemeinde Saterland möchte mit einem neuen Verkehrszeichen für mehr Sicherheit auf dem Barselkeweg sorgen. Wie berichtet, hatten Anwohner des Weges bereits mehrfach auf ein erhöhtes Verkehrsaufkommen und die Gefahr, die von Rasern auf der Strecke ausgeht, hingewiesen. Zudem komme es auf der engen Straße, die unter anderem zum Hollener See führt, immer wieder zu gefährlichen Situationen für Radfahrer, wenn diese von Pkw, Lkw oder Trecker überholt werden.
Mit einer Breite von maximal 2,5 Metern ist ein Überholen auf dem Barselkeweg teilweise gar nicht oder nur mit deutlich reduzierter Geschwindigkeit möglich. Doch daran halten sich viele Autofahrer nicht. Wie Saterlands Bürgermeister Thomas Otto im Gespräch mit unserer Redaktion berichtet, habe die Gemeinde am Mittwoch die Aufstellung des vor gut drei Jahren eingeführten Verkehrszeichen 277.1 beim Landkreis Cloppenburg beantragt. Dieses verbietet mehrspurigen Kraftfahrzeugen und Krafträdern mit Beiwagen das Überholen von einspurigen Fahrzeugen. Sollte die Aufstellung des Verkehrszeichens genehmigt werden, ist nicht nur das Überholen von Radfahrern verboten, es erhöht sich auch die Strafe.
Höhere Strafe
Wer sich derzeit auf dem Barselkeweg nicht an den Mindestabstand beim Überholen von Radfahrern hält – innerorts sind dies 1,5 Meter, außerorts zwei Meter – muss mit einem Verwarngeld rechnen. Sollte das Verkehrszeichen 277.1 an dem Weg stehen, sei mit einem Bußgeld und Punkt ins Flensburg zu rechnen, erklärt Bürgermeister Otto. Das Verkehrszeichen sei eine Möglichkeit, die Sicherheit auf dem Barselkeweg zu erhöhen. Eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf der außerorts liegenden Straße, die die Hauptstraße vor Ramsloh und die Umgehungsstraße Am Ostermoor verbindet, hatte die Verkehrskommission des Landkreises Cloppenburg mehrfach abgelehnt.
Neue Ortsschilder
An anderer Stelle im Saterland sind bereits vor einigen Monaten neue Verkehrszeichen aufgestellt worden: In Bollingen gibt es im Bereich der St. Michael-Straße nun gelbe Ortsschilder. Sie weisen sowohl auf Hochdeutsch (Bollingen) als auch auf Saterfriesisch (Baalenje) auf den Ort hin. Nach Wittensand ist Bollingen damit der zweite Ortsteil von Strücklingen der gelbe Ortsschilder erhalten hat. Bislang hatten dies nur die größeren Orte Sedelsberg, Scharrel, Ramsloh und Strücklingen.
Grund dafür sei die Tempo-30-Zone im Bereich der St. Michael-Straße gewesen. Der Landkreis habe darauf hingewiesen, dass die außerhalb geschlossener Ortschaften nicht zulässig seien, erklärt Bürgermeister Otto. Durch die gelben Ortsschilder gilt der Bereich nun als geschlossene Ortschaft. Wie in Wittensand habe man sich dann darauf einigen können, nicht Strücklingen, sondern den betreffenden Ortsteil auf die Schilder zu schreiben, so der Bürgermeister.
